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Starnberger See:Feuerwehr rettet eingeklemmten Schwan

Komplizierte Rettungsaktion: Feuerwehrleute rücken mit einem Boot an, um den Schwan zu befreien. Das Tier wäre beinahe ertrunken.

(Foto: Freiwillige Feuerwehr Tutzing)

Der Wasservogel steckt vor Tutzing mit dem Kopf zwischen zwei Pfählen fest.

So ein langer Hals kann für Schwäne durchaus hilfreich sein. Zum Beispiel, wenn sie unter Wasser nach Nahrung suchen. Doch einem Tier wurde sein Hals am Wochenende auf dem Starnberger See beinahe zum tödlichen Verhängnis - es blieb zwischen zwei im Seeboden eingeschlagenen Pfählen stecken. Die Feuerwehr rückte an, um den Schwan zu retten.

Wie die Tutzinger Feuerwehr mitteilte, hatten Passanten das Tier am Samstagnachmittag gesehen. Offensichtlich hilflos habe es mit den Flügeln geschlagen und vergeblich versucht, sich zu befreien. Sie riefen im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr an, wo sich nach deren Angaben "eher zufällig" noch zwei Kameraden befanden. Sie fuhren zum Dampfersteg, wo der Schwan stecken geblieben war - und bemerkten, dass er nur per Boot zu erreichen wäre. Über die Leitstelle in Fürstenfeldbruck alarmierten sie Kollegen, die mit einem Boot anrückten.

Doch so einfach wie gedacht verlief die Rettung nicht: Die Pfähle waren so stabil, dass sie sich nicht mit einer Brechstange auseinanderdrücken ließen. Während die Feuerwehrleute es immer wieder versuchten, mussten sie den Kopf des erschöpften Tiers über Wasser halten. Schließlich schlugen die Retter Keile zwischen die Pfosten, woraufhin der Schwan schließlich doch befreit werden konnte. Am Ufer wartete bereits Franz Matheis, Kommandant der Feuerwehr Traubing - und Tierarzt. Er untersuchte den Schwan und nahm ihn mit in seine Praxis. Matheis päppelte das Tier auf und setzte es schon am Sonntagmorgen wieder auf dem See aus.

© SZ vom 11.02.2020 / chrk
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