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Feuerwehr:Mehr Platz zum Löschen

Beengte Verhältnisse offenbart der Praxistest der Feuerwehr rund ums Sparkassengebäude.

(Foto: Feuerwehr Starnberg)

Bürgermeister Janik will Flächen fürs Parken reduzieren

In der Starnberger Innenstadt sollen einige Parkplätze rund um das Gebäude der Kreissparkasse wegfallen. Bürgermeister Patrick Janik will sie nach einem Praxistest mit der Feuerwehr streichen, damit der Brandschutz eingehalten werden kann. Etwa ein Dutzend Starnberger Brandretter um Kommandant Markus Grasl hatte am Freitag Drehleiter und Löschfahrzeuge aufgefahren. Das letzte Wort bei der Umgestaltung soll im Frühjahr der Stadtrat haben.

"In der Ludwigstraße werden wir wohl weitgehend auf Parkplätze verzichten", sagte Janik. Übrig bleiben sollen zwischen Wittelsbacherstraße und Hauptstraße nur noch zwei Behindertenparkplätze. Eine Rochade von fünf Parkplätzen von der in Fahrtrichtung linken Seite der Einbahnstraße auf die rechte hatte vor mehr als zwei Jahren die Bedenken beim Brandschutz ausgelöst. Im Sommer hatte der Mobilitätsausschuss den Praxistest mit der Feuerwehr angeregt. Das laut Janik aufgedeckte Problem: Beim Einsatz der Drehleiter müssen auf beiden Fahrzeugseiten Stützen ausgefahren werden - dafür sei die jetzige Fahrbahn zu schmal.

Dabei geriet laut Janik gleichzeitig die Wittelsbacherstraße ins Visier - anderes Problem, gleiches Ergebnis. Dort sollen nun laut Janik vor der Kreissparkasse "zahlreiche" Parkplätze entfallen. Womöglich blieben nur drei übrig. Das Problem: Wenn die Drehleiter von der gegenüberliegenden Straßenseite eingesetzt werde, erklärt Janik, könne sie nicht bis zum Gebäude ausgefahren werden.

Autofahrern rät der Bürgermeister, künftig etwa auf die Parkhäuser auszuweichen: "Vor allem im Centrum ist noch üppig Spielraum."

© SZ vom 12.12.2020 / dac
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