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Feuerwehr:Jacke wie Hose

Weßling kleidet Einsatztruppe für 70 000 Euro neu ein

Die Aktiven der Weßlinger Ortsfeuerwehren brauchen neue Schutzkleidung. Der Gemeinderat genehmigte in seiner jüngsten Sitzung den Kauf des neuen Outfits, die Kosten betragen etwa 70 000 Euro. Die alten Hosen und Jacken sind nicht unmodern oder zu klein beziehungsweise zu eng geworden, sondern sie entsprechen nicht mehr den derzeitigen Sicherheitsstandards. Um die aktuelle Feuerwehrausrüstung zu bewerten, hat die Kommunale Unfallversicherung eine Gefährdungsbeurteilung erstellt. An die Anzüge werden nämlich besonders hohe Anforderungen gestellt. Schließlich müssen sie hohe Temperaturen, Feuchtigkeit und Kälte aushalten sowie sehr strapazierfähig und reißfest sein.

Das Ergebnis: Die Ausrüstung schützt nicht optimal. Aufgrund der Beurteilung wurde eine bindende Bekleidungsrichtlinie erstellt, an die sich die Gemeinde halten muss. Um bei Unfällen der Einsatzkräfte nicht den Versicherungsschutz zu gefährden, müssen sich die Floriansjünger jetzt umziehen.

Seit 2019 werden die Aktiven sukzessive neu eingekleidet. Eine Hose kostet rund 290 Euro, Überjacken etwa 480 Euro, für Haltegurt oder Rettungsschlaufe werden knapp 60 Euro angesetzt. Ein Teil der Ausrüstung ist förderfähig. Pro Atemschutzgerät in einem Löschfahrzeug können 100 Euro für eine Feuerwehrschutzhose und 200 Euro für eine Jacke als Zuschuss beantragt werden. Die Wehren in Weßling, Oberpfaffenhofen und Hochstadt haben jeweils vier Atemschutzgeräte auf ihren Fahrzeugen installiert. Das ergibt 1200 Euro für zwölf Hosen und 2400 für die Jacken, rechnete Bürgermeister Michael Sturm vor.

Derzeit kann sogar noch mehr gespart werden. Wegen der bis zum Ende des Jahres von 19 auf 16 Prozent gesenkten Mehrwertsteuer, ist die Ausrüstung um 2000 Euro günstiger.

© SZ vom 23.10.2020 / pat
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