bedeckt München 11°
vgwortpixel

Festival am Ammersee:Auf zum anderen Ufer

Sammersee will von Schondorf nach Breitbrunn

Das Sammersee-Festival wird es in der gewohnten Form nicht mehr geben - zumindest nicht mehr in Schondorf. Der Veranstalter, der Verein Sammersee, will mit einem neuen Konzept nun auf die östliche Seeseite wechseln und hat in Herrsching einen entsprechenden Antrag eingereicht, mit dem sich der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Montag befassen wird. Demnach soll das Festival, das es seit 2007 gibt, künftig unter einem anderen Namen auf den Streuobstwiesen der Ammersee Getränke GmbH in Breitbrunn abgehalten werden.

Ziel sei es, den Ammersee für Kunst und Kultur attraktiver zu gestalten, alle Seiten des Sees einander näher zu bringen und die umliegenden Dörfer mehr einzubeziehen: "Wir wollen dafür sorgen, dass es selbstverständlich ist, auch mal zum Feiern auf die andere Seeseite zu gehen und dass der See nicht mehr weiter eine Barrikade darstellt", so heißt es im Konzept des Veranstalters, über das nun das Ratsgremium befinden muss.

Das neue Sammersee-Festival soll jährlich in Breitbrunn veranstaltet und "nachhaltig und generationsübergreifend" weiterentwickelt werden, kündigt der Verein an. Das Festival wolle der Kunst- und Kulturszene am Ammersee eine Plattform bieten, vorrangig regionale Künstler auftreten lassen sowie jungen Start-Ups und Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Produkte zu präsentieren. Zudem sollen Workshops angeboten werden, die den Besuchern ökologisches Leben näherbringen. Das Festival selbst ist als Benefizveranstaltung ausgerichtet und soll drei Tage, von Freitag bis Sonntag, dauern.

Als Wunschtermin für das Festival nennt der Verein den 29. Mai bis 1. Juni, um massivere Auswirkungen auf das Ökosystem in den Streuobstwiesen zu vermeiden, schreiben die Veranstalter. Die neue Veranstaltung in Breitbrunn ist auf eine Kapazität von 500 bis 1500 Besucher ausgelegt, der Eintritt soll zwischen zehn Euro für ein Tagesticket und 35 Euro für alle drei Festivaltage kosten.

Warum sie nach Breitbrunn wollen, begründen die Veranstalter vor allem mit dem zur Verfügung gestellten Gelände und dessen Lage: nahe am Dampfersteg und doch abseits vom Ort selbst. Der Gemeinderat tagt dazu am Montag um 19 Uhr im Sitzungssaal Herrsching.

© SZ vom 14.02.2020
Zur SZ-Startseite