Nach ArchitekturwettbewerbSieger macht Rückzieher

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Das Gelände des alten Benedictus-Krankenhauses in Feldafing soll mit Wohnungen bebaut werden.
Das Gelände des alten Benedictus-Krankenhauses in Feldafing soll mit Wohnungen bebaut werden. Franz Xaver Fuchs

Das Gelände des Benedictus-Krankenhauses in Feldafing soll neu bebaut werden. Aber wie? Das Münchner Architekturbüro Breining und Buchmaier will seinen siegreichen Entwurf jedenfalls nicht weiter ausarbeiten.

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Feldafing

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Für den städtebaulichen Wettbewerb "Wohnen am Klinikgelände" in Feldafing stehen die Gewinner fest, einen Sieger allerdings gibt es bislang nicht. Der Grund ist, dass das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Architekturbüro Breining und Buchmaier eine Beauftragung abgelehnt hat. Dies teilte Bürgermeister Bernhard Sontheim nun dem Gemeinderat mit.

Über die Problematik wurde in nicht öffentlicher Sitzung diskutiert. Es seien Vorschläge gemacht worden, die zunächst geprüft werden müssten, erklärte der Rathauschef auf Anfrage. Eine Entscheidung sei nicht getroffen worden. Nach seinen Angaben müssen zunächst entsprechende fachliche Informationen eingeholt werden, wie das Rathaus nun weiter verfahren solle. Erste Ergebnisse werde es frühestens in zwei Wochen geben.

Nach der Vorstellung der Investoren sollen auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen, derzeit leerstehenden Benedictus-Krankenhauses in der Ortsmitte 100 Wohnungen entstehen. Damit sie sich in die Umgebung mit Kirchplatz, Bäckerei und der denkmalgeschützten Villa Maria bestmöglich einfügen, wurde vor einem Jahr ein Realisierungswettbewerb ausgelobt.

Der Siegerentwurf sieht acht Gebäude vor, die locker um zwei Innenhöfe gruppiert sind

Von insgesamt 15 angeschriebenen Planungsbüros hatten zehn einen Entwurf eingereicht. Der Architekt und Gemeinderat Michael Keltsch, der auch als Sachpreisrichter in der Jury vertreten war, stellte die beiden erstplatzierten Entwürfe sowie den Anerkennungspreis vor.

Nach den Plänen des Münchner Architekturbüros Breining und Buchmaier könnten auf dem Areal acht Gebäude entstehen, die locker um zwei Innenhöfe gruppiert sind. Die dreigeschossigen Gebäude haben jeweils eine nutzbare Dachterrasse. Ein neuntes Gebäude im Bereich des Dr.-Appelhans-Wegs könnte öffentlich genutzt werden, beispielsweise als Restaurant oder Café. In der Tiefgarage (die Einfahrt ist am Dr.-Appelhans-Weg) sind im Bereich der Innenhöfe Auslassungen geplant, so dass Bäume gepflanzt werden könnten. Der von der Gemeinde gewünschte Fußweg zur Possenhofener Straße wurde nicht berücksichtigt, wäre laut Keltsch aber ohne weiteres möglich. Wie er erläuterte, wurde das Baurecht leicht erhöht und die Anzahl der Wohnungen auf 107 aufgestockt.

Der Entwurf des Architekturbüros Breining und Buchmaier sieht acht Gebäude vor, von denen sich jeweils vier um einen Innenhof gruppieren.
Der Entwurf des Architekturbüros Breining und Buchmaier sieht acht Gebäude vor, von denen sich jeweils vier um einen Innenhof gruppieren. Architekturbüro Breining und Buchmaier/Gemeinde Feldafing

Der mit dem zweiten Preis ausgezeichnete Entwurf vom Büro Angerer Architekten und Stadtplaner sieht mehrere sechseckige Gebäude mit bis zu fünf Geschossen vor, die vom Dr.-Appelhans-Weg bis zur Possenhofener Straße über einen so genannten Wohnanger verbunden sind. Es gibt Freiräume und private Gärten in Richtung Süden sowie eine große Tiefgarage.

Der Anerkennungspreis wurde an die Maier Neuberger Architekten GmbH vergeben. Geplant sind drei, bis zu fünf Stockwerke hohe Gebäude, die mit einer Geschossflächenzahl von 0,76 in ihrer Größe weit über den Gebäudebestand der alten Klinik hinausgehen und laut Keltsch "etwas an vergangene Jahrzehnte" erinnern. Der Vorteil sei, dass viel Freifläche erhalten bleibe, sagte er.

Der Gemeinderat nahm die Entwürfe ohne Kommentar zur Kenntnis. Alle drei Wettbewerbsentwürfe sollen am Sonntag, 8. Mai, der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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