KommunalwahlEx-Justizministerin will in den Feldafinger Gemeinderat

Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im vergangenen Oktober als Laudatorin bei einer Preisverleihung im Münchner Künstlerhaus. Die Politikerin sitzt im Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im vergangenen Oktober als Laudatorin bei einer Preisverleihung im Münchner Künstlerhaus. Die Politikerin sitzt im Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung. Robert Haas

Die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kandidiert auf den vorderen Listenplätzen in ihrer Heimatgemeinde am Starnberger See.

Die Zeit in der großen Politik ist für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schon lange vorbei. Anfang der Neunzigerjahre und dann noch einmal bis 2013 war die Juristin aus Feldafing Bundesjustizministerin. Sie war Landesvorsitzende ihrer Partei in Bayern sowie stellvertretende Bundesvorsitzende und hat auch als Kritikerin des großen Lauschangriffs einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. Mit 74 Jahren engagiert sie sich nun auf kommunalpolitischer Ebene in ihrer Heimatgemeinde am Starnberger See und kandidiert auf den beiden vorderen Listenplätzen für den Gemeinderat.

„Ich möchte mit meiner Kandidatur deutlich machen, wie elementar kommunale Ehrenämter für unsere demokratische Gesellschaft sind“, wird die Politikerin in einer Mitteilung des FDP-Ortsverbandes zitiert. „Ich möchte trotz der zunehmenden Radikalisierung der Diskussion und der Hetze und dem Hass auch gegen Kommunalpolitiker Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich zu engagieren“, erklärt demnach Leutheusser-Schnarrenberger.

Seit mehr als 20 Jahren gehört die ehemalige Bundespolitikerin dem Starnberger Kreistag an. Im 16-köpfigen Gemeinderat in Feldafing sind die Liberalen bisher nur mit einem Mandat vertreten.

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