Entscheidung im Bauausschuss Senke statt Straße

Die Landschaftsplanung in der Gilchinger Glatze bleibt bestehen

Von Christian Deussing, Gilching

Die künftige Landschaftssenke unter der S-Bahnlinie zwischen dem geplanten Wohngebiet "Gilchinger Glatze" und der Landsberger Straße bleibt erhalten - und wird nicht durch eine Entlastungsstraße ersetzt, die bis zum neuem Kreisel beim Gewerbepark Ost führen würde. Das entschied am Montag mit knapper Mehrheit der Gilchinger Bauausschuss, der damit die Forderung der CSU ablehnte. Bürgermeister Manfred Walter (SPD) betonte, dass eine derartige Verbindung keine entlastende Wirkung habe, aber die "Westumfahrung konterkarieren" würde. Zudem sei die Landschaftsenke ein "essentieller Teil des Planungsentwurfs" zum Wohnbauprojekt der Glatze, auf der später bis zu 2000 Menschen leben sollen.

Der Rathauschef verwies darauf, dass mit diesem grundsätzlichen Beschluss das Bebauungsplanverfahren auf dem 15 Hektar großen Areal zwischen dem Starnberger Weg, der Karolingerstraße und Bahnlinie weitergeführt werden könne. Hierbei sei die Landschaftssenke lediglich zurückgestellt worden, bis die Eigentumsverhältnisse und mögliche Fördergelder geklärt seien und die Bahn dieser Unterführung zugestimmt habe.

Die Senke ist ein Herzstück des Rahmenplans zur Glatze, mit dem der Stuttgarter Stadtplaner und Architekt Marcus Rommel bereits vor 14 Jahren den Ideenwettbewerb gewonnen hatte. Die Landschaftssenke ist auch damit verknüpft, sich als Gemeinde um die Kleine Landesgartenschau zu bewerben. Im Dezember 2017 hatte der Gemeinderat den Planentwurf zu dem großflächigen Areal noch einstimmig gebilligt, auf dem etwa 490 Wohnungen gebaut werden sollen.

Doch später warnte die CSU-Fraktion vor einem drohenden Verkehrskollaps. Sie fordert eine Entlastungsstraße als "Bypass", die unter der Bahnstrecke hindurchführt. Diese Verbindung von der Glatze über die Landsberger Straße, östlich an der James Krüss-Grundschule vorbei bis hin zum Porschezentrum Hörmann beim Gewerbepark Ost würde nach Ansicht der CSU "Abhilfe schaffen" und den innerörtlichen Verkehr entlasten. Dagegen führe eine Landschaftsenke mit dem weiteren Weg über die Landsberger Straße hinaus regelrecht ins Nichts, befürchtet die CSU-Fraktion.