E-Mobilität:Fünf Ladesäulen für Berg

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Die Gemeinde Berg will E-Mobilität fördern und plant öffentliche Ladesäulen. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Gemeinde plant öffentliche Anschlüsse für Elektroautos in ihren Ortsteilen

Wer ein Elektroauto hat und auf öffentliche Lademöglichkeiten angewiesen ist, der hat es bislang nicht überall leicht. Schließlich besitzt nicht jeder ein eigenes Haus mit Garage und Stromanschluss. Die Gemeinde Berg will die Lade-Infrastruktur für ihre Bürger jetzt verbessern und plant fünf Ladesäulen auf ihren gemeindlichen Grundstücken in den Ortsteile: In Unterberg ist das am Spielplatz nahe des Seeabstiegs, in Aufkirchen an der Oskar-Maria-Graf-Schule und in Farchach am Tennisplatz bei der Gaststätte "Müllers auf der Lüften". Zwei Stationen soll es bald auch in Höhenrain geben - am Fußballplatz und am Brotzeitkiosk in der Ortsmitte.

Angebote von zwei potentiellen Betreibern - der Energie Südbayern (ESB) und der Genossenschaft "Isarwatt" - liegen laut Bürgermeister Rupert Steigenberger (BG) bereits vor. Ein weiteres Angebot der Energiegenossenschaft stehe noch aus. Die Gemeinde würde Ladesäulen und Grundstück zur Verfügung stellen, für die Wartung sei der Betreiber zuständig, hieß es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung. "Der Betreiber kassiert ab, und wir stellen Grundstück und Säulen zur Verfügung", sagte Peter Sewald (EUW), der monierte, dass die Gemeinde nicht am Umsatz beteiligt sei. "Wir wollen die E-Mobilität fördern", erläuterte Steigenberger die Intention der Kommune. Denn der Rathauschef, der selbst ein E-Auto fährt, weiß aus eigener Erfahrung, wie ärgerlich es ist, wenn Parkflächen mit E-Säulen durch Dauerparker besetzt sind. Darum habe man sehr bewusst besagte Standorte ausgewählt.

Vorschläge für die Standorte kamen auch aus der Bürgerschaft. "Bürgerbeteiligung Berg" heißt das Schlagwort dafür. Sie hat bei der Standortwahl mitgewirkt und darüber hinaus eine Online-Umfrage zur generellen Mobilität in der Gemeinde gestartet. Darin geht es auch darum, ob die Leute Interesse an Car-Sharing-Angeboten haben und ob sie auch gegebenenfalls aufs eigene Autos verzichten würden. Gefragt wurde auch nach Rufbussen und gemeinsamen Lieferdiensten.

Die ehemalige QUH-Gemeinderätin Elke Grundmann stellte erste Ergebnisse der Umfrage in der jüngsten Sitzung des Ausschusses vor. Demnach haben sich mehr als 360 Berger an der Befragung beteiligt, 85 von ihnen hätten angegeben, dass sie im Falle von Car-Sharing auf ein eigenes Auto verzichten würden. "Das finde ich viel", sagte Grundmann zur SZ. Allerdings wurde nicht abgefragt, ob es sich dabei um das einzige Auto einer Familie oder um ein Zweitauto handelt.

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