Er ist das wichtigste Treffen der Keramikkunstszene und die größte Veranstaltung dieser Art in Europa: Zum 24. Dießener Töpfermarkt werden auch heuer 165 Aussteller aus 13 Ländern und mehr als 50 000 Besucher erwartet. Von Christi Himmelfahrt, 14. Mai, bis zum darauffolgenden Sonntag, 17. Mai, steht direkt am Ammersee wieder ein breites Spektrum von Gebrauchskeramik für Haushalt und Garten zum Verkauf. Gleichzeitig ist der Markt aber auch eine Galerie für zeitgenössische Plastik: Eingestreut finden sich die Stände renommierter Künstler, die aus Irdenware, Steingut, Steinzeug und Porzellan für Sammler und Museen Unikate formen.
Dinosaurier auf dem Töpfermarkt: So ließe sich das vertraute Motiv vom Elefant im Porzellanladen noch steigern. Tatsächlich präsentiert der international bekannte Künstler Benedikt Hipp zur Veranstaltung sein neues Projekt „Dinosaur Teabowl“ im Taubenturm, für das er mit Lisa Reitmeier archaisch wirkende Keramikgefäße formt. „Wir lassen uns überraschen, wie sie das Thema Dinos aufgegriffen haben“, sagt Marktleiter Wolfgang Lösche. Er freut sich auch darauf, erstmals Ian Morrison begrüßen zu können. Der „Star der Szene, die mit hochgebranntem Steinzeug arbeitet“ sei von britischen Kollegen angeworben worden, die in Dießen schon zu Gast waren.
Aus 380 Bewerbungen hat die Jury 165 Handwerker und Künstler ausgewählt; 15 Werkstätten sind heuer erstmalig oder nach langer Pause wieder vertreten. Die ungebrochene Anziehungskraft, die Dießen auf die Keramikszene ausübt, erklärt Lösche mit der Lage im Park am See und einer speziellen Atmosphäre unter den Ausstellern: Es sei inzwischen „eine riesige Familie“ herangewachsen, die sich nach dem täglichen Marktschluss zum Austausch und Feiern trifft. Auch den großen Besucherzuspruch verdankt die Veranstaltung der reizvollen Einbettung in die Seeanlagen – und einer idealen Verkehrsanbindung: Dampfer und Züge halten direkt am Töpfermarkt.

