„War hier eine uralte Kultstätte, ein Wachturm mit weiter Sicht oder ein durch Gräben und Gänge verbundener Teil des Schlosses der Grafen von Dießen drüben auf dem Burgberg?“ Die Fragen, die Schwester Aquinata Schnurer zum Schatzberg in ihrem „Dießener Heimatbuch“ 1976 stellte, stehen bis heute offen. Hartnäckig hält sich also auch die Legende, im porösen Gestein der Hügel könnte eine Truhe voll Gold verborgen sein. Angeblich hätten die Grafen den Schatz vergraben, um ihn vor dem Ansturm der Ungarn zu retten. Die waren freilich schon 955 auf dem Lechfeld endgültig geschlagen worden – was wiederum die Vermutung nahelegt, dass die Adligen, die in Dießen noch mindestens 200 Jahre lang residierten, ihren Schatz irgendwann wieder ausgebuddelt hätten.
SZ-Serie „Kraftorte“: Schatzberg bei DießenSchätze für die Augen und die Seele
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Auf den Hügeln oberhalb des Ammersee-Westufers haben einst die Grafen von Dießen und Andechs residiert. Ein Rundgang im sagenumwobenen Wald von Schatz- und Burgberg bietet heute viel Ruhe, reizvolle Entdeckungen und Ausblicke. Dass dort eine Truhe mit Gold vergraben sein soll, könnte auf einen Hörfehler zurückgehen.
Von Armin Greune, Dießen
