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Dießen:Musikalische Entdeckungsreise

Die Fraunhofer Saitenmusik gehört zu den ersten Ensembles, die den Weg der alpenländischen Folklore zur zeitgenössischen Weltmusik geebnet haben. 1978, lange bevor La Brass Banda oder Kofelgschroa moderne bayerische Volksmusik auch außerhalb des Freistaats populär machten, gründeten der Harfenist Richard Kurländer und die inzwischen gestorbene Heidi Zink die Band im gleichnamigen Münchner Wirtshaus. Mit Hackbrett, Harfe, Bass, Gitarre, Streichpsalter, Kantele, Scherrzither und Waldzither zog man aus, um das Repertoire mit Elementen aus Irland, dem Balkan und dem Rest der Welt zu bereichern: Tourneen führten die Musiker unter anderem nach Afrika, Indien und Mexiko. Darüber hinaus wurde die Saitenmusik mit Bearbeitungen von Werken Mozarts, Händels oder Orffs bekannt.

Seit vielen Jahren machen Kurländer, Kontrabassist Gerhard Zink und Gitarrist Michael Klein immer mal wieder zu Jahresanfang in Dießen Station. Am 5. Januar treten sie wieder im Wirtshaus am Kirchsteig auf. Was sie dort von 20 Uhr an präsentieren, bleibt auf jeden Fall spannend: Die Gruppe ist bekannt dafür, fast vergessene Volksweisen zu reanimieren - ob es sich nun um Mazurkas oder "Tyroler Hopser", um barocke Kanons oder Schützentänze handelt.

© SZ vom 03.01.2020 / arm

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