Empathie durch ErfahrungDemenz-Simulator in Utting

Wie fühlt es sich an, wenn man an Demenz erkrankt ist? Der Demenz-Simulator, hier ein ähnlicher Parcours in Dachau, soll das ein Stück weit erfahrbar machen.
Wie fühlt es sich an, wenn man an Demenz erkrankt ist? Der Demenz-Simulator, hier ein ähnlicher Parcours in Dachau, soll das ein Stück weit erfahrbar machen. Toni Heigl

In der Ammersee-Gemeinde lässt sich an zwölf Stationen erfahren, mit welchen Einschränkungen Demenzkranke leben müssen.

Von Renate Greil, Utting

Eine Ahnung davon, wie sich der Alltag mit einer Demenzerkrankung anfühlt, kann man nun auch als gesunder Mensch in Utting bekommen: mit einem Demenz-Simulator der Initiative Hands-On Dementia, den der Verein Füreinander am Ammersee besorgt hat. An drei Terminen können Angehörige, ehrenamtlich Engagierte, Fachkräfte und Interessierte einen Durchlauf starten. „Wir bekommen zwölf Stationen“ erläutert Michaela Nafzger vom Vereinsvorstand das Projekt. Alltägliche Situationen werden dabei mit den Einschränkungen, die an Demenz erkrankte Menschen haben, nachgestellt.

Der Simulator soll spürbar und erlebbar machen, wie es sich anfühlt, wenn gewohnte Handlungen nicht mehr gelingen und Anstrengungen erfolglos bleiben. Die Folgen können Verzweiflung und Hilflosigkeit sein. Zu den Aufgaben gehören etwa, mit Arbeitshandschuhen Knöpfe zu schließen oder etwas spiegelbildlich aus der Perspektive von Menschen mit Demenz zu machen, erklärt Nafzger. Das eigene Erleben fördere Empathie und sensibilisiere für einen respektvollen und verständnisvollen Umgang.

Der Demenz-Simulator wird bereits vielfach eingesetzt und hat sich nach den Worten Nafzgers bewährt. An den Samstagen 21. Februar und 28. Februar, zwischen 10 und 12 Uhr, sowie am Montag, 23. Februar, von 18 bis 20 Uhr, kann der Parcours im Bürgertreff Utting, Bahnhofstraße 31, ausprobiert werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Fotoprojekt
:Die Rebellen vom Ammersee-Westufer

Der erfolgreiche Fotograf Yorck Dertinger hat nach Stationen in New York und München in Schondorf seine Heimat gefunden. Dort faszinierte ihn von Anfang an die lebendige alternative Szene. In seinem Langzeitprojekt „Auch Bayern“ porträtiert er Künstler, Außenseiter und Konsumverweigerer in Schwarz-Weiß.

SZ PlusVon Armin Greune

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