Debatte Sicherheitswacht soll in Gauting gegen Partys vorgehen

Weil sich immer wieder Bürger beschweren, will das Rathaus Bürger auf Streife schicken. Der Gemeinderat entscheidet darüber am Dienstag.

Immer wieder beschweren sich Bürger über Partys unter freiem Himmel oder Radler auf Gehwegen: Darum will das Gautinger Rathaus eine ehrenamtliche Sicherheitswacht einführen, die im Ort auf Streife gehen soll. Am Dienstag berät der Gemeinderat über den Vorschlag.

Die Verwaltung hat "Problemzonen" ausgemacht, an denen Jugendliche Alkohol trinken, laut Musik hören und ihren Müll liegen lassen. Nach Rücksprache mit der Polizei gehe es um Rathausvorplatz samt Park, Bosco und JUZ, Schulcampus, Angerweg und Grillplatz Grubmühlerfeld. So steht es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, über die Bürger bereits im Internet streiten.

Eine Sicherheitswacht in Gauting wäre die erste im Landkreis, erklärt eine Rathaus-Sprecherin. In der Gruppe arbeiten Bürger mit, welche die Polizei auswählt und ausbildet. Die Mitglieder tragen eine Art Uniform und sollen vor allem Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen, Ansprechpartner sein und so Delikten vorbeugen sowie das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.

Die Sicherheitswacht sei weder Hilfspolizei noch Bürgerwehr, betont das Rathaus. Die Mitglieder haben weitergehende Rechte als andere Bürger: Sie dürfen Menschen anhalten und Personalien feststellen sowie Platzverweise erteilen. Die Angehörigen sind zu ihrem Schutz mit einem Reizgas ausgerüstet. Sie erhalten eine Entschädigung von acht Euro pro Stunde.