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Starnberg:Besuchsverbot im Heim

Coronatest

Nach positiven Testergebnissen müssen Familien nun auf den Besuch von Oma und Opa im Heim verzichten.

(Foto: dpa)

Wegen Corona bleibt das Malteserstift vorerst geschlossen

Seit dem Auftreten von Corona-Infektionen im Malteserstift in Percha gelten in dem Seniorenheim strenge Sicherheitsvorkehrungen, um das Ausbreiten des Coronavirus zu verhindern. Um die Sicherheit von Bewohnern und Mitarbeitern zu gewährleisten, seien besondere Schutzmaßnahmen ergriffen worden, teilt die Hausleiterin Nicole Uhlig mit. Eine mit dem Virus infizierte Bewohnerin sei isoliert worden, zwei Mitarbeiter würden nicht mehr im Dienst eingesetzt und befänden sich so lange in häuslicher Quarantäne, bis kein Infektionsrisiko mehr besteht. Nach Angaben der Malteser leben in dem Heim insgesamt 135 Menschen.

In dem Stift war in der vergangenen Woche systematisch getestet worden, nachdem das Coronavirus bei neun Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Percha festgestellt worden war. Einer dieser Erkrankten arbeitet in der Küche des Altenheims. Bei den Reihenuntersuchungen wurde festgestellt, dass sich eine der Bewohnerinnen und eine Mitarbeiterin mit dem Virus angesteckt hatten. Alle drei Infizierten sind nach Angaben der Malteser symptomfrei, gesundheitliche Beschwerden durch die Ansteckung machten sich also bislang nicht bemerkbar. An diesem Mittwoch lässt das Starnberger Landratsamt erneut alle Bewohner und Mitarbeiter auf Corona testen.

Bis zum kommenden Mittwoch gilt deswegen auch ein Besuchsverbot in dem Malteserstift. Noch eine Woche lang dürfen also Angehörige Oma und Opa nicht sehen. Auch Friseure und Therapeuten dürfen die Einrichtung vorerst nicht betreten. Außerdem werden keine neuen Bewohner aufgenommen werden. Die Versorgungsstruktur innerhalb des Hauses wurde umgestellt, Wohnbereiche wurden voneinander getrennt, teilt die Leiterin mit. Kein Bewohner oder Mitarbeiter kann daher von einem in den anderen Wohnbereich wechseln.

"Das seit Beginn der Pandemie geltende hauseigene Hygienekonzept hat uns bisher vor einer Infektion bewahrt, und wir hoffen sehr, dass es nun bei den drei Infektionen bleibt", erklärt Hausleiterin Uhlig. Weitere Fälle seien bislang nicht aufgetreten.

Eine ähnliche Situation wie in Percha gibt es in einem weiteren Altenheim im Landkreis. Dort hat einer der sechs mit dem neuartigen Virus infizierten Geflüchteten gearbeitet, die in einer Unterkunft in Seefeld untergebracht sind. Daraufhin wurden ebenfalls Personal und Bewohner in der Senioreneinrichtung getestet. Um welches Haus es sich handelt, wollte das Landratsamt nicht mitteilen, ehe die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. In Pöcking hat das Gesundheitsamt einen Kindergarten geschlossen, den ein infiziertes Kind aus der Flüchtlingsunterkunft in Percha besucht hat. Daraufhin wurden die Buben und Mädchen, die dort betreut werden getestet. Über Ergebnisse konnte das Landratsamt bis Dienstagabend noch keine Auskunft geben.

Durch die neuen Ansteckungen ist die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis wieder auf 554 angestiegen. 15 Menschen werden stationär behandelt, davon werden zehn beatmet. 301 Infizierte und ihre enge Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

© SZ vom 03.06.2020
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