Bus:Digitale Anzeigen sind dem Kreis zu teuer

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) will Bushaltestellen im Verbandsgebiet mit digitalen Anzeigetafeln ausstatten. Fahrgäste können sich so über Abfahrtszeiten und Verspätungen informieren. Im Landkreis Starnberg jedoch könnte dieser zusätzliche Service an der Finanzknappheit in Folge der Corona-Krise scheitern. Nach dem Votum des Mobilitätsausschusses des Kreistags sollte der Landkreis jedenfalls kein Geld für die Digitaltafeln ausgeben. Die Kosten wären erheblich. Für die Aufteilung hatte Verkehrsmanagerin Susanne Münster in ihrer umfangreichen Sitzungsvorlage unterschiedliche Szenarien kalkuliert. Wenn der Kreis allein die finanzielle Belastung übernimmt, wären das allein für die Anschaffung etwas mehr als 800 000 Euro. Auf die Gemeinden kämen danach jedes Jahr laufende Kosten von bis zu 600 000 Euro zu.

Angesichts solcher Zahlen hat sich der Mobilitätsausschuss dafür ausgesprochen, darauf zu verzichten. Landrat Stefan Frey (CSU), der diese Entscheidung mitgetragen hat, sucht nun aber nach einer Kompromiss-Lösung, wie wenigstens die wichtigsten Stationen den neuen Service erhalten könnten. Der Kreisausschuss befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 21. Oktober mit dem Thema.

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