Noch ist die Stadt nicht mit Wahlplakaten zugepflastert: Erst sechs Wochen vor der Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, dürfen Parteien und Gruppierungen im öffentlichen Raum auf offiziell zugelassenen Plakattafeln um Wählerstimmen werben. Gleichwohl nimmt der Wahlkampf schon jetzt Fahrt auf: Insgesamt sieben Bewerber – sechs Männer und eine Frau – möchten den Chefsessel im Starnberger Rathaus erobern. Doch wer sind diese Personen, wofür stehen sie, welche politischen Inhalte möchten sie realisieren?
Das fragt sich auch die „Klima-Initiative Starnberg“, die am Freitag, 23. Januar, um 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) zur Podiumsdiskussion in die Schlossberghalle einlädt. Das Thema des Abends lautet „Zukunft Starnberg – Klima, Lebensqualität und Verantwortung: ein Abend für Orientierung und klare Antworten“. Nach der Eröffnung durch Kulturmanagerin Elisabeth Carr führt Nachhaltigkeitsberaterin Manuela Pelg durch die Veranstaltung. Sie soll den Dialog zwischen Podium und Publikum moderieren.
Rede und Antwort stehen Bürgermeister Patrick Janick (CSU, UWG) sowie Anke Henninger (FDP), Frank Hauser (SPD), Michael Landwehr (WPS), Severin Kistner (Grüne) und Eugen Stückle (BLS). Ein Vertreter der AfD wurde nicht eingeladen. Im Fokus stehen die konkreten Pläne und Maßnahmen, mit denen die Kandidaten die Kreisstadt kommunalpolitisch durch die nächsten Jahre führen wollen. „Wir möchten Transparenz schaffen und den Bürgerinnen und Bürgern eine echte Orientierungshilfe für ihre Wahlentscheidung bieten“, teilen die Organisatoren mit.
Dabei geht es nicht nur um ökologische Fragen, sondern auch um die wirtschaftliche Stabilität und die Lebensqualität in der Stadt: Jede Entscheidung von heute beeinflusst die Kosten und Chancen von morgen. Konkret soll es um vier zentrale Handlungsfelder gehen: Energie- und Wärmewende für eine sichere und bezahlbare Versorgung, Mobilitätswende und Konzepte für einen modernen Verkehrsraum, Bauwende als nachhaltige Gestaltung des Lebensraums sowie Klima-Risikomanagement als Schutz vor Starkregen, Hitzestress und steigenden Energiekosten.
Um einen echten Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen, findet die Veranstaltung im interaktiven „Fishbowl“-Format statt. Die Debatte findet also nicht als klassisches Podium, sondern in Form eines offenen Austausches statt: Die Bürger haben die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und gezielt Fragen zu stellen. Unterstützt wird dieser Prozess durch Fachfragen und Impulse von Experten aus der Region. Ihre Teilnahme zugesagt haben Marlene Greinwald (Energiegenossenschaft Fünfseenland), Oliver Berger (Energiewendeverein Starnberg), Irmgard Franken (Bund Naturschutz) und Architekt Andreas Heigl.


