Es wird ein ganz enges Rennen zwischen den beiden Kandidaten, die auf den letzten Metern vor der Bürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag in Gilching um jede Stimme kämpfen. Dabei geht Stefan Siegl von den Freien Wähler mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2,6 Prozent gegenüber Roland Schrafstetter (CSU) ins Finale, der beim ersten Wahlgang 30,6 Prozent der Stimmen erreichte. Bürgermeister Manfred Walter (SPD) trat zur Kommunalwahl nicht mehr an.
Siegl verspürt weiterhin Rückenwind in der Bevölkerung und an den Infoständen in der Gemeinde. „Die Bürger rufen mich sogar an“, berichtet der 50-Jährige, der weiterhin auch an den Haustüren klingelt. Er macht nochmals deutlich, „Bürgermeister für alle Gilchingerinnen und Gilchinger“ sein zu wollen – unabhängig von Parteigrenzen und mit klarem Fokus auf Lösungen. Er möchte hierbei „Politik machen im Dialog, respektvoll und gemeinsam mit allen demokratischen Kräften“.
Zuversichtlich ist aber auch sein Kontrahent Schrafstetter. Der CSU-Mann verteilt inzwischen neue Flyer an den Ständen und ist überzeugt, den knappen Rückstand auf Siegl von nur 248 Stimmen wettzumachen. Dabei setzt der 59-jährige Kandidat weiter auf seine zentralen Themen Finanzen, Mobilitätskonzept und Wohnbauprojekt „Gilchinger Glatze“. Auch Schrafstetter will in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen im Endspurt noch alles geben und ein offenes Ohr für die Bürger haben. Er möchte zeigen, dass er der Richtige für den Chefposten im Rathaus ist. Entscheidend ist aber auch, wem es gelingt, die eigene Wählerschaft abermals zu mobilisieren und andere von sich zu überzeugen.


