Bernried "Gewaltige Einschränkung"

Rot wird zum Dauersignal: Während der Sanierung bleibt der Bahnübergang an der Weilheimer Straße für den Kfz-Verkehr komplett gesperrt.

(Foto: Georgine Treybal)

Bahnübergang bleibt während der Sanierung fünf Wochen lang für Autoverkehr gesperrt

Von Ute Pröttel, Bernried

Von 13. Mai an müssen sich die Bernrieder auf lange Wege zwischen Oberdorf und Unterdorf einstellen. Dann beginnen die Sanierungsarbeiten am Bahnübergang an der Weilheimer Straße, der bis 19. Juni für den Autoverkehr komplett gesperrt wird. Die reguläre Umleitung erfolgt über Seeshaupt und Unterzeismering, wo derzeit allerdings ebenfalls gebaut wird. "Das bedeutet eine gewaltige Einschränkung für alle Bernrieder", ist sich Bürgermeister Josef Steigenberger bewusst.

Die langen Umwege stellen besonders für ältere Bürger und Rettungskräfte ein Problem dar. Deswegen will die Gemeinde für den innerörtlichen Verkehr eine Umleitung über den Sportplatz Richtung Seeshaupter Straße einrichten. Weil die Straße schmal ist, kann die per Ampel geregelte Umfahrung aber nur einspurig erfolgen. Sie ist außerdem auf maximal 3,5 Tonnen beschränkt. Was bedeutet, so der Bürgermeister, dass Lastwagen und Lieferverkehr der längere Umweg zugemutet werden müsse. Auch mit den betroffenen Landwirten sei man im Gespräch und suche noch nach einer Lösung.

Der Zugverkehr auf der Strecke Tutzing-Kochel wird nicht eingestellt. Für Fußgänger und Radfahrer wird ein provisorischer Übergang an der Weilheimer Straße eingerichtet, an dem während der Bauzeit ein Mitarbeiter der Bahn die Schranke betätigen wird. Die von der Bahn beauftragte Baufirma veranschlagt für die Modernisierung des Bahnüberganges fünf Wochen. Sie rückt damit ab von den anfangs geplanten neun Wochen. Anders als von Rathauschef Steigenberger früher gefordert, können die Bauarbeiten aber nicht in den Sommerferien stattfinden, da die Bahn für die Aufrüstung des Bahnübergangs den 6. August als Endtermin gesetzt hat.

Der Übergang an der Weilheimer Straße ist die einzige Verbindung zwischen Oberdorf und Unterdorf. Die Sansierung be ihalbseitiger Sperrrung zu erledigen, ist nach Aussage der Baufirma nicht möglich. Erdgas Wasser, Kanal, Telefon und Strom - alle Leitungen laufen durch dieses Nadelöhr. 40 Meter in Richtung Westen und 25 Meter in Richtung Osten wird der gesamte Straßenkörper ausgetauscht und in diesem Zuge auch der Neigungswinkel der Zufahrtsbereiche weiter entschärft. Die Schrankenanlage wird mit moderner Stellwerktechnik ausgestattet. Die Gemeinde will ihre Bürger in der kommenden Woche per Rundschreiben noch einmal ausführlich informieren.