Bernried:Dem Klimawandel auf der Spur

Bernried: Lea Eder, Marina Saur und Tobias Flakus (v.l.) sind drei der fünf Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative "Bernried kann Klima".

Lea Eder, Marina Saur und Tobias Flakus (v.l.) sind drei der fünf Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative "Bernried kann Klima".

(Foto: Privat)

Bürgerinitiative eröffnet einen Pfad, der sich ganz ökologischen Fragen widmet. Er soll informieren und zum Handeln motivieren

Von Kim Fischer, Bernried

"Falls ihr genauso heiß auf Klimaschutz seid wie unser Planet, schaut vorbei bei unserer Einweihungsfeier", steht provokant auf der Einladung. Beworben wird damit der neue Klimapfad in Bernried. Die im Mai dieses Jahres gegründete Bürgerinitiative "Bernried kann Klima" hat ihn konzipiert. Er soll während der nächsten zwei Wochen aufgebaut und am 18. September um 15 Uhr eröffnet werden, mit dabei die Mitglieder der Initiative, Erster Bürgermeister Georg Malterer und sonst jeder, der möchte. Startpunkt ist der Bernrieder Bahnhof.

Der Klimapfad soll quer durch Bernried führen, an fünf Standorten stehen dann Schilder, die verschiedene Themen der Klimakrise abbilden sollen. Es geht um Grundlagen zum Klimawandel, Biodiversität im Bernrieder Park, Carsharing und Mobilität, Nachhaltige Gemeinde und Ernährung und Landwirtschaft. Die Schilder seien auch möglichst inklusiv gestaltet. Mithilfe eines QR-Codes könne man sich den Text als Audiodatei vorlesen lassen, das sei zum Beispiel für Menschen mit einer Sehbehinderung oder Leseschwäche gedacht, sagt die 22-jährige Lea Eder. Sie ist Gründungsmitglied der Bürgerinitiative "Bernried kann Klima" und hat den Pfad mit geplant. "Wir wollen die Bernrieder darauf aufmerksam machen, inwiefern die Klimakrise die Gemeinde beeinflusst." Hierbei seien der Initiative besonders konkrete Handlungsempfehlungen wichtig. Zum Thema Ernährung gäbe es beispielsweise Rezepte dazu, wie man sich gesund und klimaschonend zugleich ernähren kann. Erreichen wollen sie neben den Bernriedern auch Touristen, vor allem Familien.

Bei der Bürgerinitiative würden mittlerweile mehr als 15 Freiwillige mithelfen. Das Besondere sei hier, dass alle Altersklassen von Schülern bis hin zu Großeltern vertreten seien. "Wir sind wirklich eine diverse Gruppe, die alle auf ein Ziel hinarbeiten", sagt die Agrarwissenschaftsstudentin Lea Eder. "Wir wollen als überparteiliche und unabhängige Gruppe mit allen gemeinsam das Problem anzugehen."

Der Klimapfad ist vorerst für ein Jahr geplant. Wenn möglich, soll er in dieser Zeit um weitere Standpunkte und Schilder erweitert werden. Unterstützt werden die Freiwilligen bei dem Projekt unter anderem von der Gemeinde Bernried und dem Verein "Öko Mobil Pfaffenwinkel", der einen Carsharing-Service für das Gebiet anbietet. Die Initiative denkt bereits über weitere Projekte nach. Die Freiwilligen wollen Spaziergänge entlang des Klimapfades anbieten, um den Austausch zu fördern. Außerdem möchten sie eine Klimawoche in der Grundschule Bernried veranstalten.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB