Berg Zwischen Friedhof und Feuerwehr

Die Höhenrainer Feuerwehr soll möglichst bald auf das Gelände an der Attenhauser Straße umziehen.

(Foto: Nila Thiel)

Neue Wohnhäuser in Höhenrain geplant

Von Sabine Bader, Berg

Die Planung hat es in sich: Die Berger Gemeinderäte wollen den Friedhof der Herz-Jesu-Kirche in Höhenrain erweitern und in der Nähe ein neues Feuerwehrhaus bauen. Zwischen den beiden Arealen sind Wohnhäuser geplant; dafür stehen insgesamt nur etwa 2500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Leicht zu lösen ist diese Aufgabe für den Planer Johannes Voit nicht; zumal man auf dem Grundstück nicht nur für das Wohnprojekt, sondern auch für die Feuerwehr und den Friedhof viele Parkplätze für Autos benötigt. Er legte im Berger Gemeinderat bereits zweimal Entwürfe vor. Doch auch diese Versionen fanden nicht die Zustimmung im Gremium. Letztlich beschloss man am Dienstag, sich das Gelände nochmals anzusehen. Schließlich hatten sich die Gemeinderäte nicht einmal über die Frage einigen können, ob auf dem Areal zwischen Feuerwehr und Friedhof kleine Einfamilienhäuser für einheimische Familien mit Kindern entstehen sollen oder lieber Bauten mit möglichst vielen Wohnungen, beispielsweise für ältere Menschen.

Gemeinderat Harald Kalinke (QUH) konnte sich vor allem für die Wohnungsvariante erwärmen. Diese Problematik kenne man in Berg doch zur Genüge, sagte er: Die Kinder seien aus dem Haus und dieses sei plötzlich viel zu groß für zwei Leute. Robert Schmied (CSU) wies allerdings auf die "brutale Riegelwirkung" hin, die solch ein großer Baukörper am Ortsrand habe.

CSU-Fraktionschef Andreas Hlavaty sah dies anders. Die Riegelwirkung werde doch schon durch den Neubau für die Feuerwehr relativiert, meinte er. Schließlich benötige die auch eine große Fläche. Auch Planer Voit verwies in der Beratung darauf, dass es städtebaulich am Ortsrand äußerst problematisch sei, wenn alle Wohnungen in einem einzigen lang gestreckten Gebäude untergebracht würden. Er regte eine Kompromisslösung mit Häusern an, die man nach dem Auszug der Kinder leicht teilen könne. Diese Lösung gilt es jetzt zu finden.