Verkehr im Landkreis Starnberg:Mit dem Sammeltaxi bis vor die Haustür

Verkehr im Landkreis Starnberg: Gerne nutzen Berger Bürger die Sammeltaxis.

Gerne nutzen Berger Bürger die Sammeltaxis.

(Foto: Toni Heigl)

Die Gemeinde Berg gestaltet den Service für Nachtschwärmer vom kommenden Jahr an noch bequemer. Dann gilt auch ein Einheitspreis von fünf Euro.

Von Sabine Bader, Berg

Nachtschwärmer aus der Gemeinde Berg können sich auch weiterhin zu nachtschlafender Zeit kostengünstig mit einem Sammeltaxi nach Hauses chauffieren lassen. Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit beschlossen, diesen Service für die Bürger beizubehalten. Ändern will die Gemeinde allerdings die Bedingungen. Bislang orientiert sich das nächtliche Sammeltaxi am ÖPNV-Fahrplan und hält in Berg nur an definierten Haltestellen. Das soll künftig anders werden. Von Januar an können sich die Berger dann vom Taxifahrer nachts bis vor die eigene Haustüre kutschieren lassen. Das trage zur Sicherheit der Fahrgäste bei, hieß es aus dem Rathaus.

Das Nachttaxi startet, wie bisher auch, ausschließlich am Bahnhof See in Starnberg. Gelten soll künftig ein Einheitspreis. Bislang werden Schüler, Studenten, Erwachsene und Rentner zu unterschiedlichen Preisen befördert. Das will man nun vereinfachen: Von kommendem Jahr an bezahlt jeder Fahrgast pauschal fünf Euro pro Fahrt.

Reduziert werden sollen künftig allerdings die Abfahrtszeiten. Da der MVV seine Busfahrzeiten ausgeweitet hat und die Linie X970 auch die S-Bahnankunft in Starnberg um 22.04 Uhr abdeckt, könne das Sammeltaxi um 22.15 Uhr entfallen, hieß es in der Sitzung. Somit sollen die Nachttaxis nach Berg vom Januar an von Montag bis Freitag jeweils um 23.15 und um 00.15 Uhr am Starnberger Seebahnhof starten. An den Samstagen und Sonntagen können sich Nachtschwärmer zusätzlich auch um 1.30 und 03.15 Uhr nach Hause kutschieren lassen.

An die 35 000 Euro pro Jahr wird diese freiwillige Leistung die Kommune künftig kosten, heißt es aus der Kämmerei. Dennoch will man den Gemeindebürgern den Fahrservice weiterhin bieten. Die Entscheidung fiel fast einstimmig. 16 Gemeinderäte votierten bei nur einer Gegenstimme für das Vorhaben. Das Angebot soll jetzt neu ausgeschrieben werden.

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