Berg:Montessori-Schule blitzt ab

Gemeinderat lehnt Baupläne für Gut Biberkor ab

Wenn es um Bauwünsche auf Gut Biberkor geht, hat sich der Wind im Berger Gemeinderat auffällig gedreht: Stand das Gremium den Plänen der Montessorischule und ihres Schulgründers Werner von Kahlden-Gmell früher stets offen gegenüber, so ist man heute, was sie angeht, auffällig zurückhaltend. Die Dritte Bürgermeisterin Elke Link (QUH), die die Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Abwesenheit von Rathauschef Rupert Steigenberger leitete, nannt es gar "misstrauisch".

Eigentlich war es um den Bau eines Lern- und Wohnhauses als Ersatz für zwei bestehende Gebäudeteile gegangen. Ein Vorhaben, das im Bebauungsplan für das Gelände auch vorgesehen ist. Dennoch erweckten die Pläne den Unmut der Gemeinderäte. Man wisse gar nicht, wer da als Bauherr auftrete, sagte Harald Kalinke (QUH). Verena Machnik (Grüne) fragte sich, für was die Montessorischule die aus den Plänen ersichtlichen 26 Büros in einem der Gebäude benötige. Und Annatina Manninger (CSU) überlegte, ob Schulgründer Werner von Kahlden-Gmell sein Herzensvorhaben, ein inklusives Wohnprojekt, das er bislang sehr zum Unmut etlicher Gemeinderäte im Norden des Geländes plant, nicht auch im Altbestand verwirklichen könne. Fragen über Fragen, die die Gemeinderäte schließlich dazu veranlassten, einer Nutzungsänderung für besagtes Gebäude nicht zuzustimmen und den Bauantrag erst einmal abzulehnen.

Sitzungsleiterin Elke Link gab den Gemeinderäten trotzdem noch eines mit auf den Weg: "Ich schließe nicht aus, dass man mit Werner von Kahlden-Gmell noch verhandeln könnte."

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