1987 war es kaum mehr als ein Experiment, als ein paar Künstlerinnen und Künstler erstmals an einem Wochenende ihre Ateliers öffneten und Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit boten, mit ihnen an ihren Wirkungsstätten in direkten Kontakt zu treten. Die Ateliertage Berg/Icking, die in diesem Herbst zum 39. Mal stattfinden, sind seitdem zu einer festen Institution geworden. Und sie sind „mehr als eine Ausstellung“, heißt es treffend in der Ankündigung, „sie sind ein kulturelles Statement für Offenheit, Begegnung und das gemeinsame Nachdenken über unsere Zeit“.

Das Überthema in diesem Jahr lautet „Geht’s noch?“. Eine doppeldeutige, provozierende Frage. Sie kann als kollektiver Aufschrei gelesen werden, in einer Welt, in der Kriege, Klimakrise und politische Zerreißproben die Menschen überfordern. Zugleich richtet sich das Thema aber auch nach innen. So verstanden heißt es: „Kannst du noch? Hältst du stand? Bleibt Raum für Empathie, Kreativität, Hoffnung?“

In diesem Jahr pausieren im Gegensatz zu früheren Jahren die Wolfratshausener Ateliers. In Berg, Icking und Ammerland aber ist reichlich was los. Neben den zehn Gastgeberinnen und Gastgeber wie Dazze Kammerl, Ernst Grünwald, Lucie Plaschka, Gabriel Baumüller, Petra Jakob, Juschi Bannaski, Roman Woerndl, Hans Panschar, Andreas Huber und Cornelia Hesse machen in diesem Jahr acht Gäste mit: Anna Maria Bellmann, Matthias Schilling, Elisabeth und Fritz Güllich, Jozef Melichercik, Birgit Berends-Wöhrl, Sabine Kirchhoff, Isabelle Roth und Georg Schwellensattl.
Ateliertage N°39, Samstag und Sonntag, 11. und 12. sowie 18. und 19. Oktober, jeweils samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 12 bis 19 Uhr. Alle Informationen auf atelier-tage.de.

