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Bauwerk:Wasser vom Kalvarienberg

Der neue Hochbehälter am Kalvarienberg wird die Feldafinger und Pöckinger mit Trinkwasser versorgen. Die Gemeinderäte beider Kommunen haben sich den Bau vorab angesehen.

(Foto: Arlet Ulfers)

Gemeinderäte besichtigen den neuen Hochbehälter

Das Bauwerk für den neuen Trinkwasser-Hochbehälter am Feldafinger Kalvarienberg ist gewaltig. Das Gebäude mit Holzverkleidung verfügt im Inneren über zwei Kammern aus Edelstahl mit einem Durchmesser von jeweils 20 Metern. Wie Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler erklärt, hatte der alte Hochbehälter nur eine Kammer und wies Risse auf. Es habe keinen Sinn mehr gemacht, ihn zu reparieren. Zumal ein Behälter aus Edelstahl viele Vorteile biete: Er sei sauber, hygienisch und langlebig, sagte Schnitzler. Er teilt sich den Vorsitz für den Wasserzweckverband der beiden Gemeinden mit seinem Feldafinger Amtskollegen Bernhard Sontheim.

Am Dienstag besichtigen die Verbands- und Gemeinderäte der beiden Kommunen das neue Bauwerk. Es ist die letzte Gelegenheit, sich den Hochbehälter anzusehen. Jede Kammer biete Platz für 2000 Kubikmeter Wasser, sagt Bauleiter Ingmar Plettenberg. Ein Edelstahl-Behälter ist bereits fertig montiert, die zweite Kammer wird derzeit zusammengeschweißt. Die Arbeiten werden im Inneren des Behälters vorgenommen. Es ist sehr laut und wenn Montageleiter Micha Käppeler über seine Arbeit redet, hallt ein Echo von mehreren Seiten zurück. Das Edelstahl-Blech mit einer Stärke von vier Millimetern kommt von einer riesigen Rolle. Sie wiegt laut Käppeler zwischen vier und acht Tonnen, ist also viel zu schwer für die Arbeiter. Deshalb wurde die Blechrolle auf eine spezielle Maschine montiert. Von dort wird das Blech vollautomatisch abgespult. Während sich der riesige Behälter langsam dreht, übernimmt ein Roboter das Zusammenschweißen der Blechbänder.

Wie aber kommen Arbeiter und Maschinen wieder hinaus, wenn die Edelstahlkammer einmal fertig geschweißt ist ? Diese Frage interessierte alle Besucher. "Der Behälter wird am Ende ein Stück hochgehoben", erklärt der Montageleiter. Die Maschinen werden zerlegt, damit die Teile durch den Spalt hinausgeschoben werden können.

Nach der Endverschweißung muss der Behälter gereinigt werden. Der Leiter des Pöckinger Wasserwerks, Rainer Erhard, hat bereits Erfahrungen damit. Denn in der Gemeinde wurde vor zehn Jahren ebenfalls ein Edelstahlbehälter gebaut. Nach seinen Angaben wird das Innere der Kammer zunächst mit einer speziellen Säure gereinigt und anschließend desinfiziert. Den Bürgern werde stets einwandfreies Trinkwasser garantiert, betont Erhard. Denn der Trinkwasserzulauf sei mit einer UV-Anlage ausgestattet. Eventuelle Keime werden dort abgetötet, noch bevor das Wasser in den Behälter kommt. Sollte einmal eine Reparatur des Behälters erforderlich sein, muss das Wasser abgelassen werden. Erhard zeigt auf eine Luke, die normalerweise dicht verschlossen ist. Über sie könnten Monteure dann in das Innere gelangen.

© SZ vom 19.10.2018
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