bedeckt München

Ballsport:Im Garten statt um die Welt

Elias Huber

(Foto: Arlet Ulfers)

Elias Huber, 15 Jahre, Baseball-Jugendnationalspieler aus Gauting

"Mit der U12-Nationalmannschaft nahm ich 2017 an der Weltmeisterschaft in Taiwan teil, was für mich ein unvergessliches Erlebnis war. Dieses Jahr sollte "mein Baseball-Jahr" werden. Doch leider wurde alles abgesagt, zum Beispiel ein dreiwöchiges Baseballcamp in der Dominikanischen Republik. Ebenso die Vorbereitung in Houston auf die danach in Tijuana (Mexiko) stattfindende Weltmeisterschaft, die ebenfalls nicht stattfand. Hinzu kam noch ein Turnier im italienischen Udine. Das hat mich zunächst sehr traurig gemacht und es dauerte ein paar Wochen, bis ich mich mit der Situation abgefunden hatte. Glücklicherweise konnten wir die Saison nach den Sommerferien beginnen, jedoch ohne internationale Wettkämpfe. Während des Lockdowns habe ich viel und hart trainiert. Da es schwierig ist, in einem Garten Baseball zu spielen, hatten mein Vater, mein Bruder und ich die Idee, einen eigenen Battingcage (Schlagkäfig) aus alten Teilen im Garten zu errichten. Somit konnte ich nicht nur Kraftübungen machen, sondern auch effektiv an meinen "Baseball-Tools" arbeiten. Ich war sehr motiviert, mit der Hoffnung, dass noch ein paar Events stattfänden und trainierte mehrere Stunden am Tag. Es gab Tage, an denen ich sehr motiviert war, aber auch solche, an denen ich resignierte, wenn wieder eine Absage im Posteingang war. Trotz allem habe ich meinen Trainingsplan zielstrebig verfolgt und umgesetzt und dadurch ein höheres Level erreicht."

© SZ vom 19.10.2020 / frie
Zur SZ-Startseite