HitzewelleBlaualgen-Risiko steigt

Wer sich ins kühle Nass stürzt, sollte zuerst die Wasserqualität prüfen. 
Wer sich ins kühle Nass stürzt, sollte zuerst die Wasserqualität prüfen. 
Julian Stratenschulte/dpa

Das Tölzer Landratsamt warnt vor möglichen Gesundheitsgefahren in natürlichen Gewässern. Isar und Loisach werden nicht kontrolliert.

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Das Tölzer Landratsamt ruft Badegäste zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. In der anhaltenden Hitzeperiode könne „jederzeit an jedem Oberflächengewässer eine Massenvermehrung von Cyanobakterien auftreten“, warnt die Behörde in einer Pressemitteilung. Die im Volksmund „Blaualgen“ genannten Bakterien zeigen sich oft als blau-grüne Schlieren, Teppiche oder wolkenartige Eintrübungen. Bei Kontakt oder beim Verschlucken von Wasser drohen Hautreizungen, Bindehautentzündungen, Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall.

Die offiziellen Badegewässer werden nach Auskunft der Behörde von Mai bis September monatlich im Rahmen mikrobiologischer Untersuchungen auf Escherichia coli und Enterokokken geprüft. Die Kontrolleure achteten dann auch auf Anzeichen einer Algenblüte. „Bei Auffälligkeiten können weitere Untersuchungen und gegebenenfalls Badeverbote veranlasst werden.“

Fließgewässer wie Isar und Loisach hingegen gelten wegen der schwankenden Wasserqualität, wechselnder Fließgeschwindigkeiten und Gefahren wie Strudeln oder Wehren nicht als offizielle Badegewässer. Regelmäßige Kontrollen gebe es daher nicht. „Besonders in schlecht durchströmten Seitenarmen, Tümpeln und ähnlichen Bereichen besteht aktuell ein erhöhtes Risiko für Blaualgenbildung.“

Das Landratsamt appelliert an Badende, Eltern und Hundebesitzer, auf auffällige Wasserveränderungen zu achten und sich „eigenverantwortlich umsichtig“ zu verhalten. Weitere Informationen zu Cyanobakterien bietet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Über die Messergebnisse in offiziellen Badegewässern informiert das Landratsamt auf seiner Homepage.

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