Zu einem Eklat ist es am Wochenende im Berger Marstall gekommen. Weil das Rahmenprogramm zur Ausstellung "Superfluid Violett Ultra" der Künstlerinitiative "Kunst ins Leben" Gefahr gelaufen sei, in eine politische Richtung abzudriften, die "weder meiner Vorstellung noch meiner politischen Haltung entspricht", hat Marstall-Pächter Erich Höhne am Samstag Musik, Film und Lesungen abgebrochen. In der Folge sei auch die Ausstellung geschlossen worden, die noch bis einschließlich zum Sonntag zu sehen gewesen wäre. Höhne will von den Inhalten des Begleitprogramms kurzfristig erfahren haben. Zuvor hatte die politische Gruppierung "QUH" das Kunstfestival in ihrem Blog angekündigt, sich dann aber entschieden davon distanziert. Unter quh-berg.de ist die Rede von einer "Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus", für die man nicht werben wolle. Zudem weise die Initiative auf #allesaufdentisch hin, die Medienberichten zufolge "hochgefährliche Querdenker-Folklore" betreibe.