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Architektenwettbewerb:Neues Haus, frische Ideen

Weßling: neues Schulhaus

Ist offen für Anregungen und Ideen: Roland von Rebay, Sprecher der Schulhausgruppe in Weßling.

(Foto: Nila Thiel)

Schulgebäude in Weßling soll zwölf Millionen Euro kosten

Der Architektenwettbewerb für das neue Schulhaus ist entschieden. "Jetzt geht es tatsächlich los", freute sich Weßlings Bürgermeister Michael Muther. Sobald die Einspruchsfrist vorbei ist, wird der Gewinner bei einer Sondersitzung am Donnerstag, 18. Juli (19 Uhr, Rathaus) vorgestellt. Dies teilte Muther bei einer Infoveranstaltung zum Schulneubau mit. Ob als Umzugstermin das Schuljahr 2022/23 eingehalten werden kann, wird sich zeigen. Das hänge von den Genehmigungsverfahren und Ausschreibungen ab. Insgesamt soll die Schule rund 12,1 Millionen Euro kosten; hinzu kommen die Kosten für die Verkehrsanbindung.

Das pädagogische Konzept zur inhaltlichen Ausrichtung der Schule steht bereits. Seit Monaten hat sich der Lenkungskreis Schulhausgruppe, in dem Lehrkräft, Eltern, Ortsbildbeirat, Gemeinderäte und Bürger vertreten sind, damit beschäftigt. Die Weßlinger Kinder sollen wie in Wörthsee nach dem "Lernhausprinzip" unterrichtet werden, sagte Roland von Rebay, Sprecher der Schulhausgruppe. Insgesamt sollen je drei gleiche Jahrgangsstufen in ihren Klassenzimmern in einem der vier Lernhäuser versammelt sein. Fach- und Differenzierungsräume bieten die Möglichkeit zu gezielter Förderung. Davon werden vor allem Inklusionskinder profitieren.

Anfangs rechnet die Gemeinde mit acht Klassen. Die Schule ist aber auf zwölf Klassen angelegt. Deswegen können die vier leer stehenden Räume vorerst für die Mittagsbetreuung verwendet werde. Für den Ganztagsunterricht sollen die Kinder an mindestens vier Tagen je sieben Stunden lang betreut werden. Das Mittagsessen wird es in einer Mensa geben. Zudem schweben der Lernhausgruppe ein Experimentierraum, ein "Raum der Stille", Kinderkino, Theaterraum und Spielzimmer vor. Rebay schwärmt von einem Werkhof für Projektarbeiten draußen. "Diese Ideen sind lediglich ein pädagogisches Raumkonzept", stellte Rebay klar. Es soll mit den Plänen des Architekten in Einklang gebracht werden. Die Schulhausgruppe ist für weitere Anregungen offen: "Sprechen Sie uns an. Das Ganze soll ein gemeinsames Projekt des Ortes sein."

Gedanken hat sich der Lenkungskreis auch über die Verkehrsanbindung gemacht. So könnten die zur Schule führenden Straßen als Fahrradstraßen umgewidmet werden. Busse und Pkw werden über die Hauptstraße geleitet. Der südliche Meilinger Weg soll Fußgängern und Radlern vorbehalten sein.