Die größte Seebühne der Welt steht in Bregenz – jedenfalls nach Auskunft der Bregenzer Festspiel GmbH. In Utting finden statt 7000 Zuschauern nur 372 auf der temporär errichteten Tribüne Platz, dafür reicht die Bühne weit über das Podest hinaus: Der Ammersee selbst wird zur Spielfläche. Was Bühnenbildner andernorts konstruieren, liefert hier das Wasser. Mit Wind, Licht, Wolken und Sonnenuntergang verändert es sich ständig – und damit jede Aufführung. „Wir nutzen die natürlichen Effekte des Sees, er spielt quasi mit“, erklärt Spielleiterin Anna Münzer. Nur an Regieanweisungen hält er sich nicht. Diese Unberechenbarkeit ist gleichzeitig das Besondere an der Freilichtbühne. „Das Faszinierende ist der Moment, wenn das Künstliche mit der Natur verschmilzt“, so Münzer.
SZ-Serie: Wasser bewegtDer See spielt mit
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Romanze am See: Das Fischermädchen Nina (Katja-Lisa Engel) und Limonato (Laurenz Braun) haben einen Disput am See.
Gabi Meyer-BrühlAuf der Seebühne in Utting öffnet sich bei Goldonis „Der Fächer“ die Kulisse zum Ammersee. Wasser, Licht und Wind werden Teil der Inszenierung, jeder Theaterabend ist anders. Und über allem steht die Hoffnung, dass das Wetter hält.
Von Patrizia Steipe, Utting
