Abwasser Rauch und Gestank aus den Kanälen

Verband in Starnberg saniert das Leitungsnetz auf einer Länge von 1,8 Kilometern sowie 114 Schächte

Von Michael Berzl, Seeshaupt

Der Abwasserverband in Starnberg hat große Aufgaben vor sich und wird über Jahre hinweg das gesamte Kanalnetz rund um den See sanieren. Auftakt ist in der kommenden Woche in Seeshaupt. Die Arbeiten erstrecken sich von der St.-Heinricher-Straße 32 bis zur Gemeindegrenze zu Münsing und dauern voraussichtlich bis zum Sommer. "Es handelt sich um das erste größere zusammenhängende Kanalsanierungsprojekt des Verbands im öffentlichen Bereich", teilt der Geschäftsleiter Norbert Impelmann mit.

Dadurch kommt es zu Behinderungen im Straßenverkehr, weil zeitweise im Baustellenbereich die Fahrbahnen verengt werden. Außerdem könne es zu Rauchentwicklungen und Geruchsbelästigungen kommen, kündigt der Verband an. Die betroffenen Anwohner erhalten per Post Informationen über die bevorstehenden Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen. Auch im Internet (www.av-sta-see.de) sind unter dem Stichpunkt "Kanalarbeiten" Erläuterungen, eine Planskizze und Ansprechpartner dazu zu finden.

Repariert und renoviert wird demnach allein in Seeshaupt ein Leitungsnetz mit einer Gesamtlänge von 1,8 Kilometern; außerdem werden 114 Schächte saniert. Betroffen sind die Bereiche An der Ach, der Bodenbachweg, die Buchwiesenstraße und die Schechener Straße. Die beauftragte Firma verwendet sogenannte Schlauchliner, die in die Leitungen eingeführt werden. Diese Technik ermöglicht es, dass die Strecken nicht aufgegraben werden müssen. Allerdings entsteht beim Aushärten mit Wasserdampf Rauch.

Die Ausgaben in Seeshaupt beziffert der Verband in einer Mitteilung auf etwa 380 000 Euro. Aber auch auf die Anlieger kommen Kosten zu, denn sie müssen sich an der Sanierung auf ihren Grundstücken finanziell beteiligen.

Seeshaupt ist nicht das einzige Projekt des Abwasserverbands. Im öffentlichen Bereich stehen in diesem Jahr im Zuge von Straßenerneuerungen weitere Kanalsanierungen an. Das betrifft die Petersbrunner Straße in Starnberg und die Hauptstraße in Tutzing.