Damit sich reparieren wieder rentiert, gibt es eine Belohnung: Seit Beginn dieses Jahres bezahlt das Kommunalunternehmen Awista, das für die Abfallwirtschaft im Landkreis Starnberg zuständig ist, einen Teil der Kosten. Dieser Reparaturbonus spricht sich langsam herum. Bisher wurden 14 Anträge gestellt, berichtete der Awista-Vorsitzende Christoph Wufka im Umweltausschuss des Kreistags. Insgesamt knapp 500 Euro seien schon ausbezahlt worden; das sind zehn Prozent des Gesamtbudgets für dieses Belohnungssystem. Laut Wufka ist diese Aktion einer von mehreren Bausteinen, die dazu beitragen sollen, Müll zu vermeiden. Landrat Stefan Frey (CSU) nannte das im Ausschuss ein "sehr tolles Angebot". Müllvermeidung könnte in seinen Augen auch ein Thema sein, mit dem sich Schulklassen befassen könnten. So könne man "der jungen Generation zeigen, dass man viele Dinge noch wiederverwerten kann".
Zuschüsse wurden laut Wufka für die Reparaturen von Elektrogeräten wie Kühlschränken, Backöfen und Kochfeldern, aber auch von DVD-Playern bezahlt. Der Weg, um an Geld vom Awista zu kommen, ist einfach: Antrag ausfüllen und zusammen mit Kopien von Rechnung und Ausweis einreichen. Bis zu 20 Prozent der Ausgaben werden übernommen, aber maximal 50 Euro pro Person und Jahr. Bisher sind insgesamt 5000 Euro dafür vorgesehen. Sollte dieses Budget aber schon bald ausgeschöpft sein, könnte der Betrag auch noch aufgestockt werden.
Nach Angaben des Awista fallen im Landkreis rein statistisch pro Kopf knapp elf Kilogramm Elektroschrott in einem Jahr an; davon machen fast neun Kilogramm Klein- und Großgeräte aus. Der Reparaturbonus soll dazu beitragen, diese Mengen zu verringern. Für Awista-Vorstand Wufka war das Land Thüringen dabei ein Vorbild.