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Garmischer Autobahn:Neue Hinweise nach mutmaßlich illegalem Rennen auf der A95

Die bis zu zwölf Sportwagen sollen in Murnau abgefahren und mit quietschenden Reifen in Richtung Großweil gerast sein. Dabei sind sie offenbar gefilmt worden.

Nach dem mutmaßlich illegalen Rennen von etwa einem Dutzend Sportwagen am Sonntag auf der Garmischer Autobahn A 95 geht die Polizei weiteren Hinweisen nach. Demnach sollen die Raser gegen 16.20 Uhr die Autobahn an der Ausfahrt Murnau/Kochel verlassen haben, in die Staatsstraße 2062 eingebogen und mit quietschenden Reifen in Richtung Großweil gefahren sein. Hierbei soll der Fahrer eines weißen Autos gefährdet worden sein, berichtet die Polizei.

Zudem sei ein Mann aufgefallen, der die hochtourigen Sportwagen bei der Abfahrt gefilmt beziehungsweise fotografiert habe. Diese Person dürfte laut Polizei zur Renngruppe gehört haben. Überdies sei unter anderem ein goldfarbener BMW der M-Klasse von einem Zeugen bemerkt worden. Neben Münchner Kennzeichen sei auch ein Freisinger "FS"-Nummernschild gesichtet worden. Gegen die mutmaßlichen Raser wird wegen Nötigung und Gefährdungsdelikten ermittelt.

Bislang war von acht bis zehn hochtourigen Sportwagen die Rede. Nach Angaben der Polizei soll das mutmaßliche Rennen im dreispurigen Bereich bei München gegen 16 Uhr begonnen und sich über das Starnberger Dreieck bis mindestens Sindelsdorf hingezogen haben. Zeugen hätten berichtet, dass die Fahrer "abartig und wie die Irren" rechts und links überholt hätten sowie auf dem Standstreifen gefahren seien. Zudem soll ein weißer VW Golf zum Spurwechsel genötigt worden sein.

Laut Polizei nahmen am mutmaßlichen Rennen unter anderem ein Porsche, ein BMW und ein Mercedes teil. Die PS-starken Autos seien teilweise in grauer, gelber, oranger und roter Farbe lackiert gewesen; einige Kennzeichen seien bekannt, darunter vor allem Münchner Nummernschilder, so die Polizei. Gegen die Raser wird jetzt wegen Verdachts auf ein illegales Autorennen, verschiedener Nötigungen und Gefährdungsdelikten ermittelt.

Weitere Hinweise zu den Sportwagen, deren Fahrern und sonstigen Insassen erbittet die Autobahnpolizei Weilheim unter Telefon 0881/640302. Melden sollen sich auch der mutmaßlich genötigte Golf-Fahrer und weitere Betroffene.

© SZ vom 27.10.2020 / deu

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