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50 Jahre Mondlandung:Starnberger Apollo-Mission geglückt

Starnberg Apollo-Mission

Die Crew vor dem Start der Kapsel mit v. li. Kurt Scheurer (abgewandt), den Unterstützern Lars Schubert und Hajo Libor sowie Ulrich Krzyminski.

(Foto: Privat)

Kapsel fliegt von Landstetten 80 Kilometer weit - und löst einen Polizeieinsatz aus

"Sucessful Liftoff!!" verkündet die Crew der Starnberger Apollo-Mission am Samstag um 18.25 Uhr stolz. Die im Maßstab 1:10 nachgebaute, zwei Kilo schwere Mondkapsel steigt unter Applaus an einem Heliumballon in den klaren, fast windstillen Himmel. Zuvor hatten etwa 40 Zuschauer auf einem Feld bei Landstetten den Countdown absolviert. 50 Jahre nachdem Neil Armstrong den Mond betreten hatte, folgten die Söckinger Familie Scheuer und der Unternehmer Ulrich Krzyminski aus dem Taunus seinen Spuren mit der Mission "Apollo 11 reloaded" - spielerisch, mit Liebe zum Detail, präzise in der technischen Umsetzung. Das kleine Weltraumabenteuer gelang mit einem Wetterballon. Der stieg 40 Kilometer in die Atmosphäre und näherte sich zumindest dem Mond.

Während sich die Kapsel den Blicken entzieht, postet die Bodenstation: "Launch team now taking refreshments." Freibier vom Fass und Sekt werden ausgeschenkt. Die Erfinder Kurt und Susanne Scheuer, ihr Sohn Ferdinand und Ulrich Kazyminski stoßen mit Unterstützern an. Nach zweieinhalb Stunden ein Piepsen am Handy. Der GPS-Tracker meldet Bodenkontakt in Otterloh bei Brunnthal, 80 Kilometer entfernt. Auf einem Feld erwartet die Crew ein aufgeregter Anlieger und zwei Polizeiautos. Das UFO mit blinkendem Fahrradrücklicht hatte Argwohn erregt. "Wir mussten uns ausweisen und die Startgenehmigung vorzeigen, dann durften wir unsere Kapsel mitnehmen", sagt Ferdinand Scheuer.

Die Welt erfährt via Internet: "Mission successful: We are back to earth!"

© SZ vom 22.07.2019 / manu
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