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Stadtplanung:Wo in München noch Platz für Industrie und Handel ist

So könnte sich die Stadt in de kommenden Jahren verändern. (SZ-Grafik; Quelle: Stadt München)

  • Die Fläche im Stadtgebiet München wird immer knapper.
  • Für den dringend notwendigen Wohnungsbau wird viel Platz benötigt, ebenso für Schulen und Erholungsflächen.
  • Doch auch Unternehmen brauchen Raum, um sich weiterhin in der Stadt niederlassen zu können.

Bis zum Jahr 2030 sollen an verschiedenen Stellen innerhalb der Stadt neue Gewerbegebiete mit einer Gesamtfläche von rund 35 Hektar entstehen; außerdem will man vorhandene Areale weiterentwickeln. Der zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU), in Personalunion auch Leiter des Wirtschaftsreferates, reagiert mit dem vorgestellten Gewerbekonzept auf das Problem zunehmender Flächenknappheit im Stadtgebiet München.

Denn geht es um Neubau, konkurrieren Betriebe mit Wohnungen, Schulen oder Erholungsflächen. Die Unternehmen dürfen aber bei der Zuteilung von Grundstücken nicht vergessen werden, fordert Schmid vor allem im Hinblick auf die Wohnungsbau-Offensive der Stadt.

Und so lassen sich die vier Schwerpunkte bei der Neuentwicklung von Gewerbeflächen definieren. Auf dem Gebiet "Im Gefilde" im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach ist neben dem Gewerbe auch ein U-Bahnbetriebshof vorgesehen; der Standort "Mühlangerstraße" im Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, an den die neue Produktionsstätte der Paulaner-Brauerei angrenzt, soll schrittweise entwickelt werden. Dort sollen sich bevorzugt Unternehmen aus dem Logistikbereich ansiedeln. Die Stadt befürchtet nicht, dass dadurch der Verkehr in den umliegenden Wohngebieten zunimmt.

Dann die "Ludwigsfelder Straße" im Stadtbezirk Allach-Untermenzing: Dort will man bei der Planung auch eine Fläche für eine Bezirkssportanlage reservieren, die den Bürgern in Moosach und Allach-Untermenzing zugute kommen soll. Das Gewerbegebiet Lerchenstraße, es gehört zum Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl, sei heute schon durch eine gesunde Mischung an klein- und mittelständischen Unternehmen des klassischen Gewerbes geprägt.

Entwicklungspotenzial haben aber auch kleinere neue Areale, wie die "Kronstadter Straße" in Bogenhausen oder der Joseph-Dollinger-Bogen südlich des Frankfurter Rings. Dieses Gebiet ist vollständig im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienausgaben (Bima); die Bundespolizei will ihren Standort dort allerdings aufgeben.

Beim sogenannten Junkersgelände in Allach-Untermenzing ist man dagegen mit den Planungen schon weiter; im Herbst sollen die planungsrechtlichen Verfahren abgeschlossen sein. Wenn dann die neue Erschließungsstraße fertig ist, vergibt das Wirtschaftsreferat die städtischen Gewerbeflächen vor allem an Handwerksbetriebe sowie an kleine und mittelständische Unternehmen.

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