Diese Frau hat die Welt in ihrer Hand: So kennen wir Königin Elisabeth I. von ihrem berühmten Armada-Porträt, den kalten Blick, die roten Haare herzförmig um den Kopf frisiert, eine Hand auf dem Globus. Und so kehrt sie wieder, auf die Bühne des Staatstheaters Nürnberg. Die englische Herrscherin wird zur Folie für eine andere „Virgin Queen“, Giacomo Puccinis Turandot. Sie ist dabei nur eine von vielen, denn die mordende Schöne in Kateryna Sokolovas Inszenierung ist in Wahrheit eine Traumgestalt.
Puccinis Oper „Turandot“ am Staatstheater NürnbergBrautalarm mit einem Kabinett attraktiv-verhängnisvoller Frauen
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In Kateryna Sokolovas „Turandot“ ist die wahre Protagonistin eine Frau, die sich in starke historische Frauenfiguren träumt. Die Inszenierung hat ihre Lücken – doch die musikalische Leistung entschuldigt alles.
Kritik von Paul Schäufele

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