SSIO-Konzert in MünchenSexismus oder Satire?

Lesezeit: 2 Min.

Fragile Männlichkeit in der Schwebe: SSIO sieht sich selbst als maskuliner „Rapgod“.
Fragile Männlichkeit in der Schwebe: SSIO sieht sich selbst als maskuliner „Rapgod“.
Nik Müller

SSIO rappt im Zenith in München und lässt zwischen Provokation und Überzogenheit erahnen, dass seine Texte inzwischen auch gesellschaftskritisch verstanden werden können.

Kritik von Lena Matuschik

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„Wer bumst auch dickere Frauen?“, rappt der maskuline „Rapgod“ – wie er sich gerne selbst nennt – am Sonntagabend im Zenith. „SSIO!“, brüllt die Menge zurück. In den Texten des Deutschrappers sind Phrasen solcher Art keine Seltenheit. Lieder wie „Der Kanalreiniger“ und „Nuttööö“ liefern dafür Beispiele. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um sexualisierte Gewalt im Netz fragt man sich da, ob Selbst-Ironie und Witz reichen, um Sexismus zu relativieren?

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