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Volleyball:Schwieriger Auftakt

Volleyball Grafing

Pure Erleichterung: Thomas Stretz (li.) freut sich mit Benedikt Doranth über den Auftaktsieg des TSV.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Grafings Zweitliga-Volleyballer ringen den Vorjahres-Dritten Mainz 3:1 nieder. Spielerisch und außerhalb des Feldes gibt es für den TSV noch einige Mängel zu beheben.

Aller Anfang ist schwer, das haben auch Grafings Volleyballer erfahren am Samstag beim Zweitliga-Auftakt gegen Mainz. Sie gewannen ihr Heimspiel zwar mit 3:1 (26:24 16:25 25:19 25:18), aber es hakte noch an diversen Ecken und Enden. Erstens hatte die Mannschaft von Trainer Alexander Hezareh, die auf ihren Hauptangreifer Julius Höfer (private Gründe) verzichten musste, in den ersten beiden Sätzen ziemliche Probleme, ihre Fehlerquote in allen Bereichen war viel zu hoch. Glücklicherweise hatte das zumindest im ersten Satz keine größeren Auswirkungen, denn nach einem 2:7-Start und einer eindrucksvollen Aufholjagd gelang den Grafingern beim 24:24 der Ausgleich - und zwei Punkte später der Satzgewinn. In den Sätzen drei und vier dominierte der TSV dann gegen die Mainzer, die die vergangene Saison immerhin als Dritter hinter dem Zweiten Grafing beendet hatten.

Hezarehs Mittelblocker Dominik Stork musste bereits nach vier Punkten im ersten Satz mit einer Bauchmuskelzerrung vom Feld, auch das war keine gute Nachricht für die Grafinger, die ihren Universalmann Thomas Stretz für ihn einwechselten. Stretz fiel daher als Option für andere Positionen aus. Eine gute Figur machte immerhin Daniel Kirchner, der erst 19-jährige Außenangreifer bekam kurz nach dem Spielende ein Extralob von Hezareh, der insgesamt zufrieden war: "Im dritten und vierten Satz war unsere Fehlerquote geringer", freute sich der 49-Jährige, der aber auch noch viel Potenzial auf allen Ebenen sah - nicht nur im Spiel seiner Mannschaft, sondern auch beim Drumherum in der Halle.

346 Zuschauer waren noch kein Wert, mit dem die Verantwortlichen groß werben können, zumal beim Saisonstart gegen einen solch hochkarätigen Gegner. Der Liveticker gab irgendwann im zweiten Satz seinen Geist auf, und die obligatorische Münze für den jeweils wertvollsten Spieler fehlte auch. Immerhin funktionierte die Kamera für den neuen Internet-Livestream. Für eine Liga, die die Vision kreiert hat, zur populärsten zweithöchsten Spielklasse in Deutschland aufzusteigen, sind das alles noch sehr ausbaufähige Details. Aber Grafing ist in seinen Anstrengungen schon weiter als viele seiner Konkurrenten - und zählt auch deshalb zum 50. Geburtstag seiner Volleyballabteilung und im zehnten Zweitligajahr in Serie zu den Ligafavoriten. Nun ist aber erst einmal Pause, bevor es für die Grafinger nach Baden geht - erst zum SSC Karlsruhe (28. September), dann zur FT Freiburg (12. Oktober), die sich nur per Wildcard in der zweiten Liga halten konnte.

Einen kleinen Erfolg feierte am Samstag auch Grafings Lokalrivale, die Alpenvolleys Haching II. Sie verloren zwar beim ambitionierten VC Gotha 2:3 (23:25 25:23 25:19 20:25 15:8), gewannen dadurch aber einen Punkt.