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Volleyball:Rock im Keller

Herrschinger wollen mehr erreichen als nur einen geschenkten Ligaverbleib

Gefeiert wurde noch nicht, der Fokus bei Herrschings Volleyballern gilt weiterhin den sportlichen Aufgaben. "Wir wollen endlich den ersten Heimsieg schaffen", sagt Kapitän Benedikt Doranth vor dem Doppelspieltag gegen den VCO Berlin (Fr. 20 Uhr) und Königs Wusterhausen (Sa. 19 Uhr) am kommenden Wochenende. Die zwei Saisonsiege fuhr der Aufsteiger jeweils auswärts ein, daheim hat es noch nicht geklappt. Das soll sich jetzt ändern, wenn die Nikolaushalle im kleinen Städtchen am Ammersee zweimal mehr bis auf den letzten Platz ausverkauft sein wird und der Lärmpegel sich wieder in den Dimensionen eines Rockkonzerts bewegt.

"Das sind wir unseren Fans schuldig, ausruhen will sich keiner", sagt Doranth. Dabei hat der TSV sein großes Ziel, den Klassenerhalt in der ersten Liga, bereits nach weniger als der Hälfte der Saison erreicht - weil Konkurrent Dresden zu Wochenbeginn die Lizenz entzogen wurde. Die Mannschaft hätte sich viel lieber sportlich qualifiziert. "Für die Außendarstellung ist das alles andere als gut", sagt Doranth. "Der Verband will eine Professionalisierung der Liga, da passt so etwas nicht ins Bild." Sein Team habe ohnehin einen Vorsprung auf Dresden gehabt, "wir hätten den Klassenerhalt so oder so geschafft". In der Tabelle ist Herrsching Vorletzter, nur der VCO steht noch schlechter da. Mit einem Sieg im Duell der Schlusslichter können die Oberbayern einen Sprung nach vorne bis auf Platz acht machen.

Zwei Siege aus den drei Spielen vor Weihnachten seien durchaus realistisch, meint Doranth. Und dann könne man bei der anschließenden Weihnachtsfeier auch durchaus mal ein Bier mehr aufmachen und auf den Klassenerhalt anstoßen.