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Volleyball:Kaum zu lesen

GER, DVL, VfB Friedrichshafen vs Netzhoppers KW - Bestensee / 05.02.2020, ZF Arena, Friedrichshafen, GER, DVL, VfB Frie; luke herr

Fingerzeig nach oben: Der neue Zuspieler Luke Herr deutet an, wo die Reise mit Herrschings Volleyballern hingehen soll.

(Foto: Hafner/Nordphoto/imago)

Herrschings Volleyballer verpflichten den Kanadier Luke Herr als Nachfolger von Johannes Tille auf der Zuspielposition. Der 26-Jährige empfiehlt sich mit einem Pokaltitel, den er gerade mit dem niederländischen Klub Lycurgus Groningen errang.

Von Sebastian Winter, Herrsching

Herrschings Volleyballer haben schnell Ersatz für ihren Zuspieler Johannes Tille gefunden, der den Erstligisten nach drei Jahren in Richtung des französischen Zweitligisten Saint-Nazaire verlässt. Luke Herr wechselt aus der niederländischen Profiliga vom Klub Lycurgus Groningen, mit dem er in der vergangenen Saison Meisterschaftszweiter und Pokalsieger wurde, an den Ammersee.

Herr, 26, stammt aus Three Hills in der kanadischen Provinz Alberta, dort begann er an der John Taylor Collegiate Highschool in Winnipeg auch seine Volleyballkarriere. Zwischen 2012 und 2017 spielte der 1,94-Meter-Mann in Manitoba im Universitätsteam, danach wechselte er zu den Netzhoppers Königs Wusterhausen in die Bundesliga, wo er vor seinem Engagement in Holland drei Jahre lang spielte und auch öfter auf die Herrschinger traf. "Er war immer ein unangenehmer Gegner, ich habe ihn vor den Duellen in einigen Videoanalysen beobachtet und fand, dass sein Spiel immer sehr schwer zu lesen ist", sagt Herrschings Trainer Max Hauser, für den Herr "unser Wunschkandidat" ist.

Die Volleys wollten Herr schon 2018 an den Ammersee locken, entschieden sich dann aber für Tille

Hauser ist vor allem von Herrs Spiel mit den Schnellangreifern, in Kombination mit der Pipe, also dem Rückraumangriff durch die Mitte, überzeugt. "Er hat wie Johannes Tille auch einen sehr guten Aufschlag, macht aber ein bisschen weniger Fehler und Asse", wie Hauser sagt. Eigentlich hatten die Herrschinger den Kanadier, der sich nun zu seinem Landsmann Jori Mantha, dem Außenangreifer der WWK Volleys, gesellt, schon 2018 im Blick. Damals war allerdings auch Johannes Tille wegen des Abstiegs seines damaligen Klubs Solingen auf dem Markt. Hauser entschied sich für Tille, Herr wechselte nach Königs Wusterhausen. Nun kommt er mit einem Titel und nach einer höchst erfolgreichen Saison in den Niederlanden doch noch an den Ammersee.

In einer kurzen Videobotschaft stellte sich Herr, der im August in Herrsching erwartet wird, schon einmal den Fans vor und ließ auch die üblichen Nettigkeiten ausrichten: "Hoffentlich können wir vor voller Halle spielen. Die Stimmung in Herrsching fand ich schon als Gegner besonders. Jetzt mit den Fans im Rücken könnte ich es noch mehr genießen."

© SZ/lib
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