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Unterhaching: Trotz Remis gegen Stuttgart:Augenthaler sieht Aufwärtstrend

Gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart reicht es für die SpVgg Unterhaching nur zu einem Unentschieden. Trainer Augenthaler ist dennoch einverstanden mit der Leistung der Seinen.

Nach Abpfiff war Klaus Augenthaler dann doch zufrieden. Irgendwie zumindest, denn es wäre ja mehr drin gewesen für den Fußball-Drittligisten Unterhaching am Dienstag beim VfB Stuttgart II. "Wir haben halt die Chancen nicht genutzt."

Andererseits war da dieser Konter in der Schlussminute, als die Hachinger auf den Siegtreffer drängten, nach einem Befreiungsschlag jedoch Sven Schipplock allein auf ihr Tor zu rannte. Andreas Brysch erwischte ihn vor der Strafraumgrenze, ein Pfiff blieb aus. "Der wollte nur die rote Karte provozieren", urteilte Augenthaler, dennoch hätte in dieser Szene leicht das 2:1 für den VfB fallen können. Weshalb der Trainer zähneknirschend befand: "Das Unentschieden war verdient."

Weitgehend war Augenthaler tatsächlich einverstanden mit der Vorstellung der Seinen. In der ersten halben Stunde seien sie sehr dominant aufgetreten, hätten viel Ballbesitz gehabt, nur eben kein Tor erzielt. Fast schon van-Gaal-mäßig. Tim Jerats 1:0 nach der Pause fiel dann eher überraschend, weil die Stuttgarter gerade vier Chancen in kurzer Folge vergeben hatten. "Durch eigene Fehler und leichte Ballverluste haben wir uns rausgebracht", erkannte der Trainer. Noch immer spiele sein Team im Zweifel zu komplizierte Bälle statt der einfachen, immer wieder kämen individuelle Fehler auf. "So stabil sind wir noch nicht", sagt er.

Das 1:1 - Öztürk Karatas glich in der 80. Minute für den VfB II aus - ging also in Ordnung, Augenthaler sah trotzdem einen Aufwärtstrend. Eine Halbzeit lang habe seine Elf "nichts aufkommen lassen" - im Gegensatz zum Sieg gegen Bremen II am Wochenende, als schon nach einer Viertelstunde ein Zwei-Tore-Rückstand möglich gewesen wäre. "Das waren zwei talentierte Mannschaften. Wenn wir jetzt noch Babelsberg schlagen, wären das sieben Punkte in einer Woche."

Am Freitag (19 Uhr) kommt der Tabellenzwölfte in den Sportpark. Das Hachinger Lazarett lichtet sich derweil weiter: Auch Nahuel Fioretto und Ricardo Villar sind wohl so weit, am Freitag zumindest auf der Bank zu sitzen.