bedeckt München

Turnen:Sieg auf ganzer Linie

Lädierter Top-Turner: Der Unterhachinger Jonas Olbrich wird derzeit wegen einer Schulterblessur nur sporadisch eingesetzt. Zum Sieg gegen Ries steuerte er einen Punkt bei.

(Foto: Claus Schunk)

Die Exquisa-Turner lassen dem KTV Ries bei ihrem 65:20-Sieg keine Chance - obwohl ihr Top-Mann Jonas Obrich wegen einer Schulterverletzung nur sporadisch zum Einsatz kam. Das Debüt des Schweizers Noe Seifert wurde unterdessen verschoben.

Von Stefan Galler, Unterhaching

Die Motivation war ziemlich hoch bei den Turnern von Exquisa Oberbayern: Die Zweitligariege mit Aktiven aus Unterhaching, Weilheim, Unterpfaffenhofen-Germering und Mühldorf hatte in der vergangenen Saison gegen den KTV Ries noch den Kürzeren gezogen. Die bayerischen Schwaben wurden auch diesmal im Vorfeld als härtester Gegner in der Viererstaffel der Oberbayern angesehen - und hatten letztendlich dann überhaupt keine Chance: Mit 65:20 Wertungspunkten setzten sich die Gastgeber in der Sportarena am Utzweg in Unterhaching durch und bauten nach zwei von drei Wettkampftagen ihre Tabellenführung aus. "Die Jungs haben sehr stabil geturnt und sich nur wenige Fehler geleistet. Wir sind rundum zufrieden", sagte Oskar Paulicks, Turnabteilungsleiter des TSV Unterhaching und einer der Organisatoren des Exquisa-Teams. "Schlussendlich haben wir alle Geräte gewonnen, ich hätte nicht gedacht, dass es so deutlich werden würde."

Vom Start weg dominierte Exquisa nach Belieben, schon am Boden setzte sich die Mannschaft deutlich auf 11:3 ab. Noch klarer liefen die Konkurrenzen am Pauschenpferd (15:2) und am Sprung (11:0) ab, lediglich an den Ringen konnten die Gäste aus Ries mithalten, doch auch dieses Gerät ging mit 9:8 an die Oberbayern. Bester Scorer auf Seiten der siegreichen Hausherren war Fabian Dauth, der vor allem an Barren, Reck und Pferd überzeugte und 14 Punkte einsammelte. Auch Felix Kriedemann (13 Punkte) und Moritz Braig, der mit 13,90 Punkten (Sprung) die Tageshöchstnote erreichte, hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Nur sporadisch zum Einsatz kam dagegen Top-Turner Jonas Olbrich, der sich mit Schulterproblemen herumplagt und deshalb nur am Sprung eingesetzt wurde. Mit dem anvisierten Debüt des Schweizers Noe Seifert wurde es indes nichts: Sein Heimatland wurde am Wochenende komplett als Corona-Risikogebiet eingestuft, der bald 21-Jährige durfte nicht einreisen, weil er in der Kürze der Zeit keinen negativen Test mehr organisieren konnte.

© SZ vom 26.10.2020
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema