TSV Grafing Den höchsten Titel abonniert

Von Thorsten Rienth, Grafing

Wer jung ist, sportliches Talent mitbringt und dabei auch noch in Bayern und Deutschland ganz gut herumkommen will, der sollte es bei den Volleyball-Jugendmannschaften des TSV Grafing versuchen. Die spielen nämlich beinahe durchweg auf Landes- oder sogar Bundesebene um die besten Plätze. Ganz besonders gilt das zurzeit für die männliche U12 und U16-Teams.

Letzteres war im vergangenen Jahr als jüngerer Jahrgang Bayrischer Vizemeister geworden. Weil Bayern aber neben dem drittplatzierten Ausrichter Mühldorf bei den Deutschen Meisterschaften nur noch einen Platz besetzen durfte, mussten die Grafinger zu Hause bleiben. In diesem Jahr erreichte die Mannschaft wieder die Vizemeisterschaft - und qualifizierte sich für die Deutschen Meisterschaften in Magdeburg. Die Jungs wurden sensationell Sechster. Die Grafinger U12 ist nur deshalb nicht deutschlandweit unterwegs, weil es in dieser Altersklasse noch keine Deutschen Meisterschaften gibt. Zweimal hintereinander holten sie dafür die Bayerischen Meisterschaften nach Grafing, der höchste Titel, der für U12-Volleyballer zu erreichen ist.

Was aber ist der Grund für den Erfolg der Grafinger Jugendmannschaften? Natürlich Talent. Aber eben auch ein jahrelanger konsequenter Fokus auf die Nachwuchsarbeit, wie der Manager der Grafinger Volleyballer, Johannes Oswald, betont. Seit kurzem ein Leistungsstützpunkt des Bayerischen Volleyballverbands, stellt der Verein in jeder Altersgruppe mindestens eine, meistens sogar zwei Mannschaften mit besonders qualifizierten Trainern und Betreuern. Beste Trainingsmöglichkeiten also für talentierte Kinder und Jugendliche.

Aber auch die enge Kooperation mit dem Gymnasium Grafing hilft, um Kinder und Jugendliche für den Volleyballsport zu begeistern. Wie sich die Strukturen auszahlen, zeigt die sehr junge 2. Bundesliga-Männermannschaft: In ihr spielen etliche Grafinger Eigengewächse.

Bleibt also beinahe unweigerlich die Frage nach dem nächsten Schritt nach oben. Für Manager Oswald stellt sie sich nicht. Das seien Jugendmannschaften. Zuerst einmal gehe es um den Spaß an der Sache.