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TSV Dachau 1865:Reingekämpft

Nach durchwachsenem Saisonstart feiert die Elf von Spielertrainer Fabian Lamotte gegen Holzkirchen den dritten Sieg in Folge und klettert auf den vierten Rang.

Dominik Schäffer hat keinen einfachen Saisonstart gehabt. Der 26-jährige Mittelfeldspieler des TSV Dachau 1865, der in der vergangenen Spielzeit unangefochtener Stammspieler beim Bayernligisten war, stand in den ersten sechs Partien der aktuellen Saison nur zweimal in der Startformation, obwohl er fit war. Der Konkurrenzkampf in Dachau ist größer geworden. Doch Schäffer hat sich in die Saison gearbeitet - und ist damit ein Sinnbild für den ganzen TSV. Drei Tage nach seinem späten Treffer beim 2:0 gegen 1860 München II stellte er am Samstagnachmittag mit seinem Tor in der 61. Minute den Dachauer 2:1-Auswärtssieg beim TuS Holzkirchen sicher. "Das tut ihm mit Sicherheit gut", sagte Dachaus Spielertrainer Fabian Lamotte, der auch in jener Phase, in der Schäffer nicht von Beginn an gespielt hatte, "sehr zufrieden" mit ihm gewesen sei.

Nach ein paar Aussprachen ist das Team wieder erfolgreich

Es ist erst zwei Wochen her, als Lamotte geknickt am Dachauer Spielfeldrand stand und versuchte, die dritte Niederlage im vierten Spiel zu erklären. Der Ex-Profi hatte damals erhöhten mannschaftsinternen Redebedarf ausgemacht - und die folgenden Gespräche sind offenbar gut verlaufen. Innerhalb einer Woche gab es drei Siege in Serie, statt im Tabellenkeller rangiert Dachau nun auf Rang vier, nur noch vier Zähler hinter dem zweitplatzierten Titelverteidiger SV Pullach, der auch noch ein Spiel mehr ausgetragen hat. Die Metamorphose führt Lamotte auf die veränderte Herangehensweise seiner Spieler an die Partien zurück. "Ich denke, dass jetzt jeder verstanden hat, dass wir gegen jede Mannschaft mit 100-prozentiger Einstellung spielen müssen, sonst werden wir nur sehr schwer Spiele gewinnen", sagte der Ex-Profi. Schön sei, dass das "dann gleich in Siege umgemünzt wird".

In Holzkirchen traf Qendrim Beqiri in einem laut Lamotte "nicht schönen, aber spannenden Kampfspiel" per Elfmeter zum 1:0 (25.), Fabian Negele war zuvor gefoult worden. Nach Sebastian Pummers Ausgleich (34.) sorgte Schäffer in der zweiten Halbzeit nach einer Ecke für den 2:1-Endstand. "Cleverer" sei Dachau gewesen, fand Holzkirchens Trainer Gediminas Sugzda, Lamotte war froh, dass seine Mannschaft den "Abnutzungskampf" mit insgesamt neun gelben Karten für sich entschieden hatte. Für einen Teil der TSV-Mannschaft ging es dann wie schon eine Woche zuvor auf das Dachauer Volksfest. Dieses sei vermutlich der "Hauptgrund" für die drei Siege in Serie, sagte Lamotte schmunzelnd.