Tischtennis:Weltklasse im Sechserpack

Lesezeit: 2 min

Tischtennis German Open 2018 am 20 03 2018 in der ÖVB Arena in Bremen Bremen Ruwen Filus TTC Rh

Garant für attraktive Ballwechsel: Der Deutsche Ruwen Filus ist der zurzeit weltbeste Abwehrspieler.

(Foto: Marco Steinbrenner/imago/Kirchner-Media)

Die Champion's Tour in Fürstenfeldbruck ist eine Mischung aus Show und Spitzensport - mit Stars wie Jörgen Persson.

Es gibt Notlösungen, mit denen kann man schon mal klarkommen. Kilian Ort ist eine solche. Eigentlich hätte an diesem Mittwoch Steffen Mengel zur Champion's Tour in Fürstenfeldbruck erscheinen sollen, der 29-jährige Tischtennisprofi aus Siegen war vor fünf Jahren mal deutscher Meister, ein Jahr darauf holte er WM-Silber mit der Mannschaft. Weil Mengel aber ausfällt, wird nun Kilian Ort am Mittwoch (19 Uhr) in der Wittelsbacher Halle zu sehen sein. Der 22-jährige Unterfranke vom TSV Bad Königshofen ist in Bayern ohnehin bekannter, er stand vor drei Monaten erst im Finale um die deutsche Einzelmeisterschaft (wo er Timo Boll unterlag). Und er ist nur einer von vielen, die die Tischtennisfans begeistern sollen.

Die Alt-Europameister Saive und Persson sind schaukampferprobt

Fürstenfeldbruck ist eine von sechs Städten, in denen die Champion's Tour binnen sechs Tagen Station macht, mit Publikumslieblingen von einst wie dem schwedischen Welt- und Europameister Jörgen Persson, 52, und dem ehemaligen belgischen Europameister Jean-Michel Saive, 48 - und mit aktuellen Weltklassespielern: dem österreichischen Mannschafts- und Doppeleuropameister Stefan Fegerl, dem Polen Jakub Dyjas, EM-Dritter im Einzel von 2016, Kilian Ort - und Ruwen Filus, dem aktuellen Mannschaftseuropameister, Nummer 21 der Welt und Deutschlands Nummer drei. An diesem Dienstag geht es für den Tross in Ebermannstadt los, am Sonntag endet die kleine Serie in Muggensturm, Baden-Württemberg. Der sportliche Wert des Ganzen ist überschaubar, es geht vor allem um die Show. Persson und Saive sind auf ihre alten Tage schaukampferprobt, auch Filus dürfte als zurzeit wohl bester moderner Abwehrspieler der Welt ein Garant dafür sein, dass es aufregende Ballwechsel zu sehen gibt.

Fürstenfeldbruck ist ja durchaus ein etablierter Tischtennis-Standort. Bis zu seinem Rückzug vor zwei Jahren war der TuS ein Männer-Zweitligist (der zum Beispiel gegen Kilian Orts TSV Bad Königshofen antrat). Mit zwei Aufstiegen in Serie hat er sich gerade wieder in Liga vier emporgearbeitet und in Mike Hollo den aktuellen deutschen Schülermeister verpflichtet. Die Frauen treten in der dritten Liga an.

Vor vier Jahren hat der TuS ein solches Turnier übrigens schon mal veranstaltet, damals hieß es noch Super-Cup. Der Quoten-Abwehrkünstler hieß Wang Xi, Dimitrij Ovtcharov war auch dabei - nur Timo Boll hatte wegen Rückenproblemen passen müssen. Damals sprang als Ersatz ein gewisser Steffen Mengel ein. Und erreichte sogar das Finale.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB