bedeckt München
vgwortpixel

SZ-Talentiade:Lukas Dauser

Lukas Dauser

Lukas Dausers nächstes Ziel sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

(Foto: Rungroj Yongrit)

Der Verfolger

Im Podiumstraining zwei Tage vor dem Wettkampf hat Lukas Dauser an seinem Lieblingsgerät alles gezeigt, was er draufhat. Die beste Barrenübung des Tages sei ihm gelungen, das hätten die Kampfrichter einstimmig so gesehen. Dummerweise unterlief ihm im Gerätefinale der Europameisterschaft vergangene Woche in Montpellier ein Schnitzer - und die Medaille war futsch. "15,3 Punkte hätten zu Silber genügt, diese Wertung habe ich schon einige Male erreicht", sagt der 21 Jahre alte Turner. Doch Dauser wirft die Flinte nicht ins Korn - das nächste Ziel sind die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

Eine derartige Entwicklung war selbstredend vor zehn Jahren noch nicht absehbar. Und doch hatte Verbandstrainer Kurt Szilier das herausragende Talent des damals Elfjährigen längst erkannt und ihn nach Kräften gefördert. 2005 stand er gemeinsam mit seinem damaligen Klubkollegen beim TSV Unterhaching, Jonathan Kienzle, auf der SZ-Bühne und nahm einen Förderpreis in Empfang. Mit Kienzle besuchte er damals das Isar-Sportgymnasium in München.

Während der Kollege mittlerweile mit dem Leistungssport aufgehört hat, blieb Dauser dran und trat als Unterhachinger Vorzeigeathlet in die Fußstapfen von Marcel Nguyen. Mittlerweile lebt der Sportsoldat in Berlin und turnt in der Bundesliga für Fabian Hambüchens früheren Verein KTV Straubenhardt. Nguyen, Hambüchen - mit beiden Olympiamedaillengewinnern versteht sich der gebürtige Ebersberger Dauser richtig gut. Was die sportlichen Leistungen angeht, ist er ist ihnen dicht auf den Fersen.