bedeckt München 18°

SZ-Formsache:Spitze Federn

Peter Gaymann, 70, geboren in Freiburg im Breisgau, ist einer der erfolgreichsten deutschen Cartoonisten (u.a. Zeit, Bunte, Brigitte). Bekannt sind vor allem seine Hühner-Zeichnungen („Huhnstage“), die seit 2014 sogar zwei Briefmarken zieren. Gaymann lebt und arbeitet in Schäftlarn.

(Foto: Arlet Ulfers)

Peter Gaymann, huhnglaublicher Papierkorb-Basketballer - und einer der erfolgreichsten deutschen Cartoonisten. Seine Werke zieren gar zwei Briefmarken.

SZ: Sport ist...

Peter Gaymann: ...gesünder als kein Sport. Für mich der ideale Ausgleich zum Denksport am Zeichentisch. Sport, allerdings, im Sinne von Radfahren und Spazierengehen.

Ihr aktueller Fitnesszustand?

Seit mir vor zwei Jahren Jan Weiler seinen alten Home Trainer geschenkt hat, geht's wie bei Rewe: Jeden Tag ein bisschen besser.

Felgaufschwung oder Einkehrschwung?

Einkehr klingt gut. Wie heißt die Kneipe?

Sportunterricht war für Sie...?

... eine tolle Möglichkeit zu zeigen, dass man klein sein kann und trotzdem schnell. Hab ständig Ehrenurkunden gewonnen. Das macht Eindruck.

Ihr persönlicher Rekord?

Mit dem Rennrad über den Gotthard bis in die Toskana fahren. Zurück allerdings mit dem Zug.

Stadion oder Fernsehsportler?

Vom Sofa aus anderen beim Schwitzen zuschauen hat schon was. Außerdem kann man auf Arte umschalten, falls es langweilig wird.

Bayern oder Sechzig?

SC Freiburg! Sorry, i bin a Zuagroaster.

Ihr ewiges Sport-Idol?

Björn Borg! Tennis war einige Jahre eine Leidenschaft. Mein allererstes Cartoon-Buch handelt davon. Das habe ich damals sogar Björn Borg gewidmet.

Ein prägendes Erlebnis?

1964 ging die Tour de France durch Freiburg. Rudi Altig im gelben Trikot. Und wir an der Strecke. Danach gab es für mich nur noch Rennrad. Viel später dann Brompton (Faltrad-Marke, Anm. d. Red.) und jetzt auch E-Bike (träume immer noch von meinem Comeback).

In welcher Disziplin wären Sie Olympiasieger?

Im Bleistiftspitzen und Papierkorb-Basketball mit misslungenen Zeichnungen.

Mit welcher Sportlerin/welchem Sportler würden Sie gerne das Trikot tauschen?

Mit Bud Spencer.

Unter der Rubrik "Formsache" fragt die SZ jede Woche Menschen nach ihrer Affinität zum Sport. Künstler, Politiker, Wirtschaftskapitäne - bloß keine Sportler. Wäre ja langweilig.

© SZ vom 27.08.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite