SpVgg Unterhaching Hain fällt aus

Ausgetanzt: Stephan Hain wurde operiert, Saison beendet.

(Foto: Claus Schunk)

Syndesmose-Schaden: Der schwächelnde Drittligist muss für den Rest der Saison ohne seinen Torjäger auskommen.

Von Christoph Leischwitz, Unterhaching

Der Wintereinbruch von Anfang Februar ist im Nachhinein sehr ärgerlich für die SpVgg Unterhaching, das zeigt sich nun schon zum wiederholten Male. Damals, sagt Claus Schromm, hätte man fast alle Spieler einsatzbereit gehabt, der Gegner Energie Cottbus hingegen hatte "das Lazarett voll", erinnert sich der Trainer. Nun, zum Nachholtermin der vor Wochen ausgefallenen Partie am Mittwochabend (19 Uhr, Sportpark) sei es ziemlich genau umgekehrt. Wobei ein langfristiger Ausfall in jeder Beziehung ganz besonders schmerzt: Stephan Hain wird gegen Cottbus zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf fehlen - und darüber hinaus bis zum Ende dieser Drittliga-Saison.

Nach der ersten Untersuchung nach seiner Auswechslung am vergangenen Samstag gegen die SG Sonnenhof Großaspach hatte alles noch auf Entwarnung hingedeutet: die "normalen Bänder", so Schromm, seien intakt geblieben. Dann stellte sich heraus, dass ein Schaden am Syndesmoseband aufgetreten war, Hain sollte am Dienstag operiert werden. "Es ist richtig bitter für uns", sagt Schromm. Er meint das sportlich wie menschlich, denn mit dem 13-Tore-Mann fehle zugleich eine Persönlichkeit im Kader. Der Trainer wollte sich zunächst nicht festlegen, ob er anstelle Hains künftig einen zweiten Stürmer aufbieten oder das Spielsystem ändern wird. Für beides gebe es gute Argumente.

Zwar hatte Torjäger Hain seit elf Partien nicht getroffen, trotzdem fehlt nun ein Routinier, wenn es darum geht, endlich den ersten Heimdreier dieses bislang verkorksten Kalenderjahres einzufahren und dem Tabellenende fernzubleiben. Ein Ergebnis wie im Hinspiel, als man bis zur 88. Minute 2:0 führte, Cottbus-Trainer Pele Wollitz auf die Tribüne musste und Haching dann trotzdem nur remis spielte, wäre für die SpVgg jedenfalls enttäuschend.