SpVgg Unterhaching Die neue Lust am Zerstören

Unterhachings Trainer Claus Schromm.

(Foto: Claus Schunk)

Zu Hause gegen Meppen will die SpVgg da weitermachen, wo sie beim 1:0 in Würzburg aufgehört hat: robust und unangenehm zu sein.

Von Christoph Leischwitz, Unterhaching

Gegen den Zweiten und Dritten der Rückrundentabelle, Wiesbaden und Braunschweig, hat Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching in den vergangenen Wochen schon gespielt und dabei nicht gut ausgesehen. Am Samstag (14 Uhr) ist der Erste dieses Tableaus im Sportpark zu Gast: "Und gegen Meppen haben wir uns immer schwergetan", weiß Trainer Claus Schromm. Da trifft es sich gut, dass er seine Mannschaft zuletzt ein bisschen neu erfunden hat: Etwas mehr Kampf, etwas weniger Spiel, und schon klappte es beim 1:0 in Würzburg mit dem ersten Dreier 2019. "Den Gegner auch mal schwächen, ihm ab und zu mal wehtun", statt immer zu versuchen, mit schönen Kombinationen vors Tor zu kommen - das Ziel sei nun, das spielerische Können mit dem Willen zur Spiel-Zerstörung zu verknüpfen. "Dann sieht es richtig gut aus", sagt Schromm. Es sei außerdem lauter zugegangen im Training, die Spieler redeten mehr miteinander und gäben sich direktes Feedback. Schromm deutet das als ein gutes Zeichen.

Allerdings muss der 49-Jährige auch gegen die Emsländer erheblich umstellen: Alexander Winkler (zehnte gelbe Karte) und Marc Endres (Gelb-Rot) fehlen gesperrt, Luca Marseiler fällt wieder einmal wegen muskulärer Probleme aus. Orestis Kiomourtzoglou habe nach langer Pause in Würzburg gut gespielt und im Training schon länger seine positive Entwicklung angedeutet. Außerdem passt er besser zum kämpferischen, etwas defensiveren Ansatz. Gegen einen offensivstarken Rückrunden-Tabellenführer erscheint sein erst sechster Startelf-Einsatz der Saison daher durchaus plausibel.