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Regionalliga:"Hochbrisant"

Mit Aufbauhilfe: Felix Schröter.

(Foto: Claus Schunk)

Ein Derby vor der Haustür: Die SpVgg Unterhaching besucht die U23 des FC Bayern München. Vor der Partie geht Trainer Schromm noch einmal auf die jüngsten Schwächen bei der Chancenverwertung ein - und stärkt einen Angreifer.

Die Chancenverwertung. Sie war auch einige Tage nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Halleschen FC das wichtigste Thema bei der SpVgg Unterhaching, zumindest bei Trainer Claus Schromm. Der Gegner war gut am vergangenen Sonntag, keine Frage, mit einem Remis wäre der 50-Jährige wohl einverstanden gewesen. Nach der Niederlage musste er in der Nachbetrachtung aber doch noch mal all die Torchancen aufzählen, die dem Drittligaduell eine andere Wendung hätten geben können. Ein Name fiel dabei auffallend häufig: Der von Felix Schröter, dem 23-jährigen Zugang vom FV Illertissen. Der war schon vor der Pause frei vor dem Gästetor aufgetaucht, später vergab er eine gute Kontergelegenheit, und nach der Partie, so berichtete Schromm, habe Schröter bekannt, die Niederlage gehe auf seine Kappe. "Felix war ganz niedergeschlagen."

Im Angriff hat die Spielvereinigung ja durchaus Trümpfe in der Hinterhand. Torjäger Stephan Hain befindet sich nach langer Verletzung weiter im Training, ob es am Samstag für den Kader reiche, werde kurzfristig entschieden. Routinier Dominik Stroh-Engel werde "von Woche zu Woche fitter", weil er aber in Karlsruhe keine Einsätze mehr bekam, war er auch "lange aus dem Geschäft". Und auch der zuletzt von Werder Bremen geholte Florian Dietz, 21, könne im Sturm eine Alternative sein. Allerdings war Schromm auch mit Schröter nicht so unzufrieden wie dieser mit sich selbst. "Wir haben dann noch mal eine Einzelanalyse gemacht nach dem Spiel, weil ich gemerkt habe, dass ihn das richtig belastet hat", erzählte Schromm, er habe dabei den Fokus auf das Positive gerichtet: Darauf, wie Schröter zu all diesen Chancen gekommen sei.

An diesem Samstag steht nun das Duell mit dem FC Bayern II an. "Hochbrisant", sagt Schromm, "weil es ein Derby ist." Er betont das große Potential der Münchner U23 und rechnet vor, dass deren Kader den vierfachen Marktwert des seinen besitze. Inwieweit auch die Bayern-Fans dieser Partie entgegenfiebern, bleibt abzuwarten, schließlich trifft deren erste Mannschaft bereits 90 Minuten später in der Allianz-Arena auf Mainz.

Von der Abwehr redete Schromm vor dem Derby übrigens kaum, außer dass Markus Schwabl wegen Kniebeschwerden das Training habe abbrechen müssen, dass Marc Endres wie Hain nach langer Verletzung wieder im Kommen sei, Josef Welzmüller nach seinem Kreuzbandriss allerdings immer noch Zeit brauche. Bei den Treffern für Halle sei einfach einiges zusammengekommen, "was nicht normal war": ein Ausrutscher, ein abgefälschter Ball ins Kreuzeck. Im letzten Duell mit Bayern II übrigens, November 2016, Regionalliga, erzielte Sascha Bigalke den späten Siegtreffer für Haching. Zum Thema Schröter empfahl Schromm sich selbst: "Aufbauen und wieder reinschmeißen."