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Pferdesport:Rennen abgesagt

Sie haben es wenigstens probiert - unter dieser Kategorie werden der MTZV und der MRV wohl verbuchen, dass sie ihre bevorstehenden Renntage nun doch kurzfristig streichen müssen. Die erhoffte Sondergenehmigung blieb aus.

Sie haben es wenigstens probiert - unter dieser Kategorie werden der Münchner Trabrenn- und Zuchtverein (MTZV) und der Münchener Rennverein (MRV) wohl verbuchen, dass sie ihre bevorstehenden Renntage nun doch kurzfristig streichen müssen. Auf der Trabrennbahn Daglfing war für diesen Freitag ein Renntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgesehen, auf der Galopprennbahn Riem für Samstag, doch in beiden Fällen blieb die erhoffte Sondergenehmigung durch das Münchner Kreisverwaltungsreferat aus. "Das Unverständnis unter den Aktiven wird täglich größer", berichtet MTZV-Rennsekretär Sascha Multerer, der es bedauert, dass die Argumente der Vereine bezüglich der Besonderheit von Zucht- und Leistungsprüfungen und der Berufsausübung ihrer Trainer nicht verfangen haben. "Das ist sehr unbefriedigend." Gleichzeitig äußert er Verständnis für die Behörde, die zurzeit sicherlich Hunderte Anfragen bearbeiten müsse. "Wir haben uns größtmögliche Mühe gegeben", versichert er, "und man stößt auch nicht auf taube Ohren." Doch bislang würden keine Ausnahmen bei Sportveranstaltungen genehmigt, und als solche würden sie bislang eben betrachtet. Dass an diesem Donnerstag in Hannover-Langenhagen galoppiert werden darf und aller Voraussicht nach auch am Sonntag in Berlin-Hoppegarten, nehmen sie zwar zur Kenntnis, allerdings müsse man bedenken, dass Bayern in ganz anderer Weise vom Virus betroffen sei als etwa Niedersachsen. Multerer wird nun für den 12. Mai den nächsten Antrag einreichen, da wäre in Daglfing erneut ein Renntag. Das Argument, das die neue Verordnung vielleicht hergebe, könne "Individualsport an der frischen Luft" lauten, immerhin hätte man elf Hektar für etwa 100 Menschen zur Verfügung. Für Riem, wo es viel weniger Renntage pro Saison gibt, will der MRV nun einen Ersatztermin suchen. Kurzum: Sie werden es weiter probieren.

© SZ vom 07.05.2020

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